Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
162
Einzelbild herunterladen
 

162 Geschichte der Kunst.

untergeschoben und falsch. Nach dem Begriffe einessolchen Gesichts ist einem Kopfe auf einem geschnit-tenen Steine beim Fulvio Orsini der Name desMariuS gegeben worden;') und eben so ungriind- >lich sind die Benennungen der Köpfe im PalasteBarberini und in der Villa Ludovisi/ ungleicheneiner Statue der Villa Negroni/ welche in denErklärungen des Musci Capitolini angeführetwerden als vermeinete Beweise des Namens Ma-riuS an gedachter Statue im Campidoglio. ) Vonden vermeineten Siegeszeichen des MariuS wirdunter dem Kaiser DomitianuS geredet. DerName des MariuS/ welcher der eapitolinischenStatue gegeben worden, ist in dem Gehirne ebender unwissenden Menschen erwachsen/ die einer an-deren Statue daselbst die Benennung des Ciceroausgehänget Habens) und man hat derselben zugleicher Zeit auf der Bake eine Warze ganz sicht-bar eingesezet/ zn Bedeutung einer Erbse/ «icer, >,»d ^in Anspielung auf den Namen Cicero. Das Lä-cherlichste aber ist/ daß man auf der Base den Na-men dieses berühmten Mannes zuversichtlich einge-haueu siehet. 4)

1) Imzgin. n. gg.

2) Nu«;. Onpitol. t. 3. 106.

Z) Der vermeinte Cicero steht im Palaste der Conferwtore» auf dem Capitolio und ist im Ganzen eine gutgearbeitete Figur Doch köiite man vielleicht Zweifel»,ob der Rumpf und der Kopf auch ursprünglich zufam-mengehörten; an den, leztern ist ausser der Warze imder Wange auch noch die Nafe modern. Me»er.

H) Die ?lbbildung bei Maffei. (lli Luiwotav. 21.) Auch in Mailand ist eine unter dem Name»I'uumu 61 pi lea bekante Statue, in welcher einige auZwenig haltbaren Gründen (Li-utiol. di? xrsec!. ieclik.

Oiuli». Älciuoi'. cli Nil. 2. 27-).)

BildniA des Cicero haben erkenne» wolle». Amoretti,