86 Geschichte der Kunst.
nung. Auf der einen Seite ist ein weiblicher Kovf,welcher die Segesta/ des HippoteS aus TrojaTochter, vorstellet/ von welcher die Stadt den Na-men führete. >) Auf der andern Seite ist ei»Hund/ nebst drei Kornähren, welche den fruchtbarenBoden bedeuten. Der Hund ist ein Bild des Flus-ses KriniisuS/ welcher stch in dieses Thier verwan-delte/ um die Segesta zu genießen/ welche vonihrem Vater hierher geschiket war/ ihr Leben zu ret-ten. Den da NeptunuS mit dem Apollo denverdiencten Lohn wegen aufgeführeter Mauern derStadt Troja vom Laomedon nicht erhalten/ schi-kete derselbe ein schrekliches Ungeheuer wider dieStadt/ dessen Wuth/ nach dem Ausspruche desOrakels des Apollo/ die vornehmsten Jungfrau-en von Troja sollten auSgesezet werden. Das Merk-würdigste dieser Münze ist der Name Egesta undSegesta zu gleicher Zeit. Diese von den Kar-thaginensern belagerte Stadt wurde vom CajuSDniliuS in der hundert und neun und zwanzig-sten Olympias entsezet / und nennzeben Jahre hernachwurden die Karthaginenftr durch den CajuS Lu-tatins CatuluS aus Sicilien verjaget/ und dieseInsel wurde eine römische Provinz/ das Reich dcSHieron ausgenommen; in dieser Provinz aber ließman einigen Städten / unter welchen Segesta ge-nennet ist/ den völligen Genug ihrer Freiheit.Die angegebenen neunzehen Jahre finden sich aufdieser Münze mit angezeiget/ wen wir den In-halt dieser Zahl theilen: den A oder ^ ist sieben/
1) Man vergleiche die verschiedenen Meinungen der Mm iüber die Ableitung des Namens Segesta in OU-r. 0°°-
anÜH. 1. s. c. 12. n. 60. Meyev.
2) I. 1. c. 24. LißvQ. <1<z jur. ^rovinc. Ital.I. ». c. 3. 266.