10 Buch/ 2 Kap. L-5
incn; wie auch der Kopf und die Arme der Zlntio-pc: an den Statuen deSAmphion und ZctheuSaber ist blonder Rumpf alt, und an beiden nur einBein: die Köpfe derselben scheinet der Ergü'nzer nacheinem Kopfe des Caracalla gemachet zu haben;
„Strik, aus einem einzigen Blöke Marmor gehauen,„welches aus Nhodus geholct wurde, und ma» glaubet,„ cs sei dasjenige/ welches im Palaste Faruese stehet,„und unter dem Namen des farnesifchen Ochse»„ bekaiit ist. Die Künstler waren zwec»"Bri>der, Zlpol-„ lonius und Tauriskus genaiit, nicht aus Nhodus,„sondern aus Tralles, einer Stadt in Lvdicu, und„ in der Inschrift hatten sie als Vater ihren Lehrmeister„ und zugleich den, welcher sie gezeuget, angegeben, so„da» cs, wie Plinius meldet, zweifelhaft schien, wel<„ cher von beiden ihr rechter Vater sei. Diese Inschrift„ findet stch nicht aus gedachtem Werke, cs ist auch nicht„anzugeben, wo dieselbe könne gestanden sein: den es„fehlen n»r Beine, Arme und Köpfe, und an keinem„ dieser Theile kan die Inschrift gesezet gewesen fein, so11 daß ein Zweifel erwachsen köiite, ob der sarne fische„Ochse das Werk sei, wovon Plinius redet. Alls„ neuere Seribenten, die von diesem Werke Meldung„thun, von welchen ich einige i» der Geschichte der„ Kunst angcsiihret habe, behaupten, daß cs ohne alle„ Verstümmelung gesunden worden, und vielleicht ist die-„ ser handgrcisliche Irrtum zuerst durch den Vasari„ erwachsen, welcher in dem Leben des Michael An>„gelo Buonarroti saget, daß dieses Werk aus ei-„ neni einzigen Steine gearbeitet worden, und ohne Stü>» ke sei. Ich habe die ergänzeten Theile angegeben, ha-„ be aber geirret, in dem Kovse des Ochsen, als web„cher alt ist; der Kopf der stehenden Antiope ist„ neu. Unter der Figur des Zethus lieget ein Tl»>r>„ fus, womit die Künstler auf das Landleben deuten„ wolle», welches derselbe erwählete: den der Th»rsus>, ist ein Spieß, dessen Spize mit Evheublattern nn»„ wunden ist, und man siehet hier die Svize hervorragen;„daher wird derselbe von den Diclitern ei» friedfer-„ tiger Spieß genennet. " M e»e r.