Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
34
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34 Geschichte der Kunst.

wenigen Bildnisse Alexanders des Großen/ dieder Vernichtung entgangen sind/ billig einige Be-trachtung/ da erden Namen des Großen nicht we-niger in der Kunst/ als durch seine erstaunenden Un>terneimungen erlanget hat. Keine Bilder der Gott-heiten/ Helden, und anderer berühmten Männerhaben gleiches Recht/ mit den seinigen in der Ge-schichte der Kunst zu erscheinen; den Alexanderist als ein Theil derselben zu betrachten/ weil eraus eigenem Triebe der größte Beförderer derKunstgewesen ist/ den die Welt gesehen hat/ und an des-sen Freigebigkeit alle Künstler seiner Zeit Antheilgehabt haben. Ja dieser sein Ruhm ist gerechter,als alle Siegeszeichen über seine Eroberungen/ undals alle Denkmale seiner Züge durch unzähligeReiche; den er theilet denselben mit niemand/ weiler ihm selbst allein und seiner Einsicht eigen ist/nnd der strengste Richter menschlicher Handlungenkan denselben durch keinen Tadel verdunkeln.

§. 28. Ob die vorhandenen Bildnisse dieses Kö- ?nigS Werke aus seiner Zeit seien / ist nicht zu be-haupten/ noch weniger ist auf die Künstler derselbeneine Muthmaßung zn machen: den wir wissen/ daßLysippuS das Vorrecht hatte/ ihn in Erzt zn bil-den/ so wie Pyrgoteles in Stein zu schneiden;es wird aber nicht gemeldet/ welcher Künstler ebendieses Vorrecht auf dessen Bilder in Marmor gehabthabe; es hat auch kein Bildhauer dieser Zeit gleichenRuhm mit dem LysippuS erlanget, l)

§. 29. Von Alexanders Köpfen sind dreiderselben die vorzüglichsten; der größte befindet sichin der großherzoglichen Galeric zu Florenz/ der

j) Nachdem der Autor i» der ersten Ausgabe, S-35 0, von der Grupe des Laokoon ocredet, fährt cr salso foek: „ Ausser diesem schönsten und große» Werke