Druckschrift 
6 (1825)
Entstehung
Seite
26
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26 Geschichte der Kunst.

welche kurz und kraus sind nach Art der Haare desHerkules, da hingegen die an Köpfen des Ale xan-ders sich mit einer nachläßigen Großheit von derStirn erheben und in einem engen Bogen wiederumherunter auf die Stirn fallen, nach Art der oberenHaare des' Jupiters. Ferner ist dieser Kopf miteiner Löwenhaut bedeket, welches ganz uud gar un-gewöhnlich in denen von Alexander ist, und mansiehet ihn in großer Betrübniß und klagend oderseufzend, mit offenem Munde, vorgestellet; dieses istnicht beobachtet worden von denen, die hier diesenKönig gebildet sinken wollen, da man solche Gestaltgleichwohl auf die Betrübniß des Alexanders überden Tod des Hephästion hätte deuten können.Aber auch diese Betrübniß ist füglicher vom Herku-les zu erklären, und von derjenigen Trauer, die ihnüberfiel, da er nach seiner Unsinnigkcit, in welcherer seine eigenen Kinder von der Megara ermor-det hatte, zu sich selbst kam, und mit schmerzlicherRene seine schrekliche That beklagete; den also hatteihn Nicäarchus gemalet,

K. tS. Der zweite Stein mit dem vermeiuetenKopfe deS Phoeion ist erhoben geschnitten, undauch von dem Herrn von Stofch in Kupfer be-kant gemachet. Aber weder dieser noch Bellorihaben ihn gesehen,?) sondern beide haben nur nacheinem Abgüsse geurtheilet, welcher von einem schlech-tem Shr zu sehen sind. Da der Autor jenen Kovfsür ein Bildnik Alexanders hielt: so koiite es schei-nen, dak er sich selbst widersprochen habe. Eigentlichhat er sich nur nicht deutlich aenug ausgedrukt; er redethier von einem etwas starken Vakenbarte / der sich an denBildnissen Aleranders nicht finde. Me« e r.

1) l'!ni. I. ZI», c. I I. scLt./jo. n. Z6. //encu/e?»

2) IliiJZIn. Viror. iol. 33. x». 10.