Numero vm.
bild aus etwas früherer Zeit ahnen läßt. Der Amor im Mn-seo Capitolino, welcher den Bogen prüft, wäre nach Vis-contis Meinnng keine Covie, wie nian glaubte, nach deinIhesvischen Amor des Prariteles, fondern wahrschein-licher dem ehernen nachgebildet, welchen L»fipvus ebenfallsnach Thespiä gemacht, t) Diese Vermuthung wird theils durchdie Bewegung, die für ein marmornes Werk zu gewagt schei-nen möchte, theils durch die Bemerkung unterstüzt, daß manin andern wahrscheinlichen Copie» nach Praxiteles nurruhige Stellungen wahrnimt.
Man vermuthet, daß von Praxiteles das Ideal deszzakckns und der Diana eben fo vollendet vorgestellt wor-den, als jenes der Venus und des Amors. Diese Muth-maßung scheint im Charakter feiner Kunst felbst gegründet,wo die gewählteste Schönheit, die höchste Anmuth, Weichesund Fließendes mit dem Edlen und Würdigen im Bunde ste-llen. Plinius, Paufauias und andere alte Autoren Z)nennen mehrere berühmte Bilder des Bakchus und derDiana von Prariteles, und es ist daher sehr wahrschein-lich, daß unter den noch vorhandenen Statuen dieser Gott-heiten Covien nach jenen vorhanden sind, wiewohl es bishernoch keinem Forscher gelungen ist, sie bestimt auszumitteln.Nach Meyer.
i) Ans. t. 7. x. g3.
z) ?Iin. I. 36. c. 5, scct. 4. n, 4. 1.3/,. c. g. sect. ig. n.10. pausn». I. 1. c. 2. 23. c. 43—44. 1.6. 0.26. I. 10.c> 3?. I. 1. c.43. LsIIisirat. Llatu»!, u. L. x-Lgg — goo.