Druckschrift 
5 (1825)
Entstehung
Seite
493
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Nm»cro vm.

riihmtcsten Werke des Altertums müßen nachgeahmt sein. Diezierliche Stellung, der edle Geschmak in den Forme», dasscin gehaltene Ideal der Züge, entsprechen dem St»l desPrariteles. Visconti will auch an der Wiederholungiu> Museo Cavitolino wahrnehmen, daß ihr eine Statuevon Erzt zum Vorbild gedient habe; die Stellung der Füße,und der durch die ganze Figur hcrschciide Geschmak und St»llasse eine gewisse Verwandtschaft mit dem Apollo Saurok-touos erkennen.

Von diesen« Apollo kante Winckelmail nur drei odervier Copieu; doch waren schon zu seiner Zeit mehr vorhanden,und seither hat man »och verschiedene andere entdekt, so daßihre Anzahl nnr wenig geringer sein dürste als die der Nach-bildungen vom Periboetos. übrigens erhellet aus dem, waSPliniuS vom Apollo Sauroktonos meldet, t) undaus dem Epigramme Martials auf de»selbe»,2) daß dieseiugeudliche» Figuren jenen« Meisterstük des Praxitelesnachgebildet seien. Z)

Die noch weit zahlreicheren Figuren der Venus, welchein Gebärden, Gesichtszügen und im zierlichen Haar der me-diceischen Venus ähnlich sind, galten vormals und wür-de» noch allgemei» für Copien oder Nachahmungen der be-rühmten knidischen Venus gelten, welcher PliniuS vorallen Werken des Prariteles den Vorzug einräumt, 4) weilnicht mehrere der angesehensten Altertumsforscher eine andereMeinung begünstigten, nach welcher die auf seltenen Schaumün-zen der Knidier, zu Ehren des Caracalla und der Plan»tilla, vorkommende Venus, iu eiuer von jenen etwas ver-schiedenen Stellung, das eigentliche wahre Bild der berühm-ten Statue des Prariteles sein soll.

Aus gedachten Münze» der Knidier sieht ina» eine »akteVenus, welche die rechte Hand vor den Schooß legt, uudin der Linken ein Gewand hält, das sie eben von einem zurSeite stehenden Gesäße aufgenommen z» haben scheint; sie ist

,) l^. Z4. c. 3. sect. >g. n. 10.

2) I.. 14. epizr. 172.

Z) fumrisse des einen unter Numero 85 der Abbildun-gen, und des andern unter Numero 40 der Denkmale.)1^. Z6. c. 2. sect. 4. i>. 4.