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5 (1825)
Entstehung
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Beilage viii, zur Seite 492.

Drei Von den berühmten Werken des Praxiteles, derFaun, der Apollo Saurokto»os und die knidischeVenus lind vorzüglich merkwürdig, indem es vermittels!der »och vorhandenen Copien und Nachahmungen mög,lich wird, sich einen anschaulichen Begris von ihnen zu »er,schaffen. Wir unterscheiden mitBedachr Copien von Nach,ahmungen, weil uns die schon früher erwähnten junge»Faune, t) welche bis auf unbedeutende Abweichungen einawder in Charakter, Gestalt und Stellung ähnlich sind, wirkli-che Copien des Periboetos scheinen. Beinahe derselbeFall ist es auch mit den zahlreiche» Figuren des aus eineEidere lauernden jungen Apollo, die man süglichfür Copien nach dem Eauroktonos halte» dars. Nichtminder sind wir geneigt, die in Stellung und Zügen der mein,ceischen Venus gleichenden Bilder für Nachahmungender knidische» Venus anzusehen, so daß die Nachsolgcrdes Praxiteles, indem sie das von ihm ausgestellte Idealder Göttin unübertreslich fanden, aus diesem Grunde dieStellung, die Gesichtsbildung >c. welche er seiner Statue ge-geben, als Kanon beibehielten, übrigens aber in der Ausfüh-rung jeder seine eigne Kunst übte, auch wohl nach Gelegen-heit und besondern Zweken verfuhr. Daher mag es kommen,daß die Göttin in fo vielen Bildern von ähnlicher Gebärdeund ähnlichen Zügen, doch bald älter und bald jünger erscheint,oft wie die medieeische einen Delphin, oft, wie die ehe-mals capitolinische, ein Gefäß mit Überhin geworfnem Ge-wände neben sich hat, zuweilen auch, wie jene des Mens-phantes, aus Befcheidenheit in der vor dem Schooß liegen-den Hand das Ende einer Draperie hält.

Für die Meinung, daß jene anlehnenden juugenFaune nach dem Periboetos des Praxiteles copirtworden, gibt es keine andere Gewähr, als die Wahrschein-lichkeit, daß so überaus häufige Wiederholungen einem der be>

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