Druckschrift 
5 (1825)
Entstehung
Seite
488
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Beilage.

Toreuta bei Athen aus Vorkoninien. l) Phidias undPol» klet sind ihn, die höchsten Meister iu der Toreutik. 2>Diese Art faßt nicht blos erhobene, aus Metall getriebeneWerke in sich/ wie man es öfter schon erklärt hat, sondernArbeiten, die aus Metall, Elfenbein, Holz, edlen Steinenamd noch andern Materien gegossen, gehämmert, geschnizt, ge,graben, gemeißelt oder fönst geformt waren, und meistens m,größer» Werken mehr oder minder in Vereinigung vorkamen.

Die kolossalen Statuen von Gold und Elfenbein, mitThronen aus Elfenbein, Ebenholz, edlen Steinen >e. hatteninwendig ein Futter von Pech, Thon -e. und ein Gerüst von Holz,das durch eiserne Stangen, Nägel, Schraube», Klammern >e. ver>bunden sein mußte, und zurVerminderuug der Masse starke Höh,lniige» erlaubte. Z) Ms das über ein solches Gerüst gezogeneFutter wurden sodan die einzelnen Stüke des nach einem Mo>dell geformten Elfenbeins, Goldes :e. gebracht, verbunden undein Ganzes aus seine» Theilen zusammcngesezt. Man stehthieraus, daß bei einer Arbeit dieser Art, wen einmal der Ent,wurf vollendet und darnach Modelle gemacht waren, nicht nurallein »ichrcre Künstler an die verschiedenen Materien undTheile Hand anlege» koute», sondern daß dieses gleichsamnothwendig wnrdc; auch erklärt es sich dadurch, wie ei» ein,ziger Mmstlcr, der die Seele von allem war, wie z.B. Phudias, in der knrze» Zeit ci»es Menschenlebens so viele er>staunliche Werke hervorbringen konte, wozu mehrere Menschen-alter, wen uur ei» Paar Hände dabei geschästig wäre, nichthi»reiche» würden. Plutarchus nent die verschiedenen Kiinst«ler, welche dem Phidias bei Leitung der Werke womit Pc-rikles Athen verschönerte, zu Gebot stände».^)

Benvennto Cellini, dieser ächte Toreut des sech,zehnten Jahrhunderts i» Italic», hat die Kunst, Statnen anSMetall zu bämmer» die bis aus ihn bekalit und

geübt war, nicht nur in vielen Stüken verbessert, sondernauch in seinem Werke vo» der Goldschmiederei theo-retisch gelehrt.?)

») 1^. 11. c. 4. n. ig.

2) 1^. Z4. c. g.

Z) I.uci.1,1. ^»p. I'ragwtl. c. s. Lomn'iuni 3. Lallus, c. 2,j. ^

4) In I^ericle, c. Zi.

ü) Oue tratlati, uno inturuo alle oliv prlncixall arti ilcll'