Druckschrift 
5 (1825)
Entstehung
Seite
472
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Numero v.

Zeit deS Praxiteles gangbare» St»l und Geschmak an>gemessen scheint.

Aber bei der Halbfigur im Museo P i o< C lein en tin o,deren Arme und Beine verloren sind, darf man kann, an dieNachahmung eines Werks Von Prariteles denken, weildie Behandlung der Haare und des Fleisches den strengenSt»l, und folglich, wen das Denkmal Copie ist, ein älteresOriginal andeutet. ,

Annehmlicher ist eine andere Vermuthung Viscontis,daß wir von dem auch sehr berühmten thesvischen Amordes Lysipvus noch Covien besizen in den ost vorkommendenFiguren eines geflügelten Knaben, welcher den Bogenxrüst. Die allervorzüglichste unter diesen Covien ist imMuseo C a vi tol in o. t) Die Gebärde dieser Figur ist rillAnmuth; die Formen sind sehr zierlich, weich und fließend;auch lassen die freistehenden Glieder eher ein Original vonErzt als von Marmor vermuthen. Da ferner die unsdurch Covien bekaiiten Werke des Prariteles alle in rul,i>ger Haltung vorgestellt sind, dieser Amor aber lebhaft bc,weat ist: so würde sich auch aus diesem Umstände die größereWahrscheinlichkeit für ein Urbild von Lvsippns als vomPrariteles ergeben. Nach Nie »er.

t) lunter den Abbildungen. Num. S7.Z