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5 (1825)
Entstehung
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Beilage v, zur Seite 213.

Wir wagen es auch den schönen und gefällige»Styl in einigen der zuverläßigsten Denkmale nachzuweisen,das heißt, in solchen Kunstwerken, wo das Großartige5cr Formen sich mit dem Zarten und Weichen in derAusführung Verbindet, so daß Schönheit und Anmuth, oh-ne dem Charakter Abbruch zu thun, vorherschend sind,kurz in Denkmalen der Kunst aus der Zeit des PrariteleZund des Lvsippus, der Urheber und größten Meister desschonen St»ls.

Die beiden wundervollen Köpfe, von welchen der eine denNamen der kapitolinischen Ariadne und der andereden des st er be nd e n Alera nd er s führt, in der florentinischenSamlung, verdienen mit vollem Rechte hier die erste Stelle, t)Der sogenante sterbende Alexander ist ein Kopf überLebensgröße, und vermuthlich das Fragment einer Statue»deren eigentliche Bedeutung wdhl fchwer zu erforschen ist. WieLavkoon, drükt dieser Ko»f Schmerz und Leiden im höch-sten Grade aus, allein in einem noch größer«, edleren Sinne.Die Formen sind über allen Begris weich, fließend, großartig;die technische Behandlung ist ganz vollkommen,

Man muß annehmen, daß diese Statue vor Alters aneiner Wand oder in einer Nische gestanden, da nach demWillen des Künstlers hauptsächlich die linke Seite des Gesichtssoll angesehen werde». Deßhalb sind auch Auge, Ohr :c. ander rechten Seite nachläßiger behandelt, oder vielmehr weni-ger vollendet. Zum Gluk erhielt sich auch die linke, als dieHauptfeite des Gesichts, ziemlich wohl. Beschädigte Stellensind: am linken Auge die Augenbraune nebst dem untern Au-genUede; an: rechte» das obere Augenlied; auch die Lipen ha-ben etwas gelitten; die Nase ist beinahe ganz neue Arbeit,wie auch ein beträchtliches Stuk von den Haaren auf derScheitel nach der rechte» Seite des Hiuterhaupts zu; fernereinige von den Haarloken auf beiden Seiten des Gesichts und

1) lüder die Kunst und Beschaffenheit des ca pitoli Nische»Denkmals sehe man SB. t K. 2/» §. Note und die Ab-bildung unter Num. SS der Denkmales