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5 (1825)
Entstehung
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Beilage.

für eine eigentliche Covie, sondern blos im Allgemeinen siireine Nachahmung der Züge jenes von Pol» kl et ausgestell-ten und von den Alten unübertreflich geachteten Musterbildeshalten, ans gleiche Weise/ wie man in so vielen I uv it erskö-pfen Nachahmungen vom olympische n des Phidias er-keilt. Daß aber der ludovisische Kolossalkopf erst nachder Zeit des Pol » klet verfertigt ist, ergibt sich im Vergleichtmit der oben erwähnten Amazone, aus der ,'ehr betracht,lich mildern und leichtern Behandlung der Haare, wie auchaus der nachgelassenen Strenge in Andeutung der Formenüberhaupt. Will man es wagen, die ungefähre Zeit der Ent>stehung dieses Werks auszumittel» , so mag es mit einigerWahrscheinlichkeit noch dem hohen Style zugeschrieben werden,doch als ein spateres Erzeugniß desselben und als ein Vorbote»er nun bald erscheinenden Weichheit und gefälligen Gratie,Endlich bezeichnen wir mit dem berühmten Werke deiAgafias, oder dem fogenanten borghesifchen Fechterdas Aufhören des großen, strengen, und das allmähligeEintreten des gefälligen, schönen und weichen Ge-fchmaks. Die trchnischc Behandlung an dieser Statue dar?man ausdruksvoll, mänlich und besinnt nennen; es waltet be-sonders der Charakter reiner Wahrheit vor, auch die Haaresind nicht mehr so drathartig, wie man, ausser der ludovi-fischen Juno, an allen angeführten Denkmalen bemerktisie lassen indessen jene strenge Manier zur Zeit des hohenSthls noch ahnen. In Hinsicht auf freie Leichtigkeit der Be-wegung verdient dieses Meisterstük wohl den Vorzug vor allennoch vorhandenen Denkmalen der alten Kunst. Ein leben-volleres Bild ist für uns nicht denkbar. Nach Meyer.