7 Buch, 1 Kap.
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heit des Fleisches und des Gewandes näher zu kom-men, theils weil die völlig geendigten Theile, wensie beleuchtet sind, einen so grellen Schein von sichwerfen, daß dadurch vielmals der mühsamste Fleißunsichtbar wird, und nicht bemerket werden kan.Es ist auch zu besorgen, daß im Schleifen und Glät-ten der Statuen die gelehrtesten Züge und die fein-sten Druke verloren gehen können, weil solche Arbeitnicht von dem Bildhauer selbst verrichtet wird. Eshaben daher einige alte Künstler, welche Muße undGeduld gehabt, ihre Werke von neuem zu überge-hen, dieselben über der ersten Glätte von dem Bims-steine sanft mit dem Eisen übergearbeitet, theils umihnen selbst die lezte Hand zu geben, welches insge-mein von demjenigen muß gesaget werden, der sieglättet, theils dadurch die Oberfläche des Raten-den sanft zu machen, und die Kunst in ihr völligesLicht zu sezen. Unterdessen sind die mehresten Sta-tuen, auch die kolossalischen, völlig geglättet, >) wie
„ habe»; es ist aber mehr als wahrscheinlich, daß diesel-„ ben, nachdem sie mit dem Eisen geendiget gewesen,„ und weiter nichts als die Glätte sehlete, mit BimS«»stein Übergängen worden, welches, mit unsern Kunst«„lern zureden, die lezte Hand geben heisset, undi, das, alsdeii das ganze Werk von neuem mit dem Eisen„ sanft überarbeitet sei. Wen aber Figuren von Marmor„die völlige Glätte haben sollen, ist der Bimsstein„ nicht genug, sondern es werden dieselben zulezt mit„ Tripel und Blei gerieben, um ihnen den Völlige»>, Glanz zu geben. Dieser Glanz wirst auf diejenige»„Theile, welche beleuchtet sind, einen so grellen Schein,>, daß dadurch vielmals der mühsamste Fleiß linsichtbar„ wird, und nicht bemerket werden kaii, weil das starke„ zuriikprellende Licht u»ser Auge verworren machet. "Me»e r.
I) Geglättet stnd auch die Statuen zweier Gefangenen imHofe des Palastes der Conscrvatore» zu Rom, und zwarso sehr, daß man sich in ihnen spiegeln kaii. F e a.
Winckelman. S> 2