Druckschrift 
10 (1825)
Entstehung
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26
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Freundschaftliche

A i! Ud c n.

lNach Stcndal^

Nötheniz, den lZ Jan. j7Z0.

Allerliebster Freund und Bruder!

Dein sehr angenehmes Schreiben habe den Soiitagnach heil, drei Könige mit vielem Vergnügen erhal-ten. Die erfreuliche Nachricht von deinen Umstän-den hat mir und meinem lieben Verend6/>) der dichmit vieler Zärtlichkeit grüßen läßt/ eine große Zu-friedenheit verursachet. Gott sei gelobet; ich freuemich gegen die Zeit/ wen ich dich sehen werde.Ich bin gesund und vergnügt: Berends deßglci-chen. Mein Herr hat stch nur vier Wochen in M-theniz ausgehalten/ und ist heute mit der Gemahlin,der Comtesse ze. nach Gotha abgereiset/ um mir demHerzog auf dessen Einladung über gewisse Sachenzu conferiren/ und wird etwa 6 Wochen abwesend

kennen lerne, zu mir in meine Bibliothek zn kommen,so wird mir solches mit Anfang des Monat Septembniganz angenehm sein.

Nötheniz, wo ich meine Bibliothek stehe» Haie/liegt eine halbe Meile von Dresden, nn» weis, ich nicht,ob Sie naher nach Dresden haben, oder den Weg überLeipzig nehme» miiken, leztern Falls worden Sie vonLeipzig aus über Wer»sdorf mir der Post gehen müßen,allwo Sie stck> erkundigen können, ob ich mich noch, soselbst noch-nicht weiß, an hiesigem, eine Stunde von daentlegene» Srte aushalte, auf welche» Fall Sie erst amhero komme» könten; weil sie aber gerade nach Dresdengehen, ist es vorher zu melden, damit im Falle noch selbstnicht allda wäre, wegen Ihrer Nufnahme das Nöthige ver>anstalten könne. Mir aller Consideratio» verharrend »>

t) tDer von Winckelma» empfohlene Privatlehrer deijungen Grave» Bünau.Z