Druckschrift 
9 (1825)
Entstehung
Seite
489
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2 Kr. 15 Abth.

15Z2. klarneol. Hnvfender Faun, der auf der Schul»ür einen andern trägt; vor ihm der Hirtenstab, und eineFlöte mit melirern Röhren.

l5ZZ Antike Paste. Ei» Faun führt einen Bok>m» Ovfer; vor dem Bok ein Altar »nrer einem Baume

15Z4. Glas paste. Ei» Faun opfert eine Ziege un-ter einem Baume. Hinter ihm ein stzender Greis/ der dieFlöte spielt und ein Faun mit der Dovelflöte.

IZZ5. Carneol. Sizender Faun, einen Kranz in der/iiuid unrer einen, Baume. Auf der ander» Seite des Bau-mes fvielt ein Weib zwei Flöten.

' lZ.^6. Sardon»r. Eine Frau mit dem TlmrfusnndeinFau», der ein Nad treibt, wie man es an Brunnenf>el>t; was zwischen beiden Figuren ist, dem Anscheine nachein ruuder A,tar, halte ich snr eine» Brunnen: den die Ein»fassn,>g der alten Brunnen war ein ciuziger Stein, auf dieArt runder Altäre gehauen. Aus diesem Grunde nante maneinen Zlltar im Freien, der von, Blize getroffen worden,,) den diese Altäre waren ausgehöhlt wie eine Brun-neninündnng, welches man noch heut zu Tage an Brunnenim Hereulano und selbst auf einem Marmor in der GalerieGiustinia»i zu Rom sehe» ka». 2) Die Einfassung der Brun-nen heissen im Italiänischen iorc/ic -/<?'Bruniien-minldung, uud stud »och izo in, Gebrauche. Man stehtderen bei S. Lorenzo ausserhalb der Stadt, bei S.Pietro iu Tinevli und an ander» Orten. DieserStein und zwei Epigramme Platos auf die Statue eineZSatyrs könne» sich wechselweis erläutern. Ich glaube, dasWeib sei eine Numphe, die den Thprsus des Faunsträgt, während dieser das Rad dreht; den die Faunen undSatiirc» sind Freunde und Diener des Bakch uS, Begleiterder N>n»pHe», und sie hatten eine gemeinsame Berehruug.Sie smd zu betrachte» als Z) was von

Brunnen, herkömt und diejenige» bezeichnet, die einen ge-meinsamen Brunnen haben, folglich Freunde und Nachbarnsmd. Aristoteles fagt, daß von de» gemeinsamenBrunnen die Freundschaft unter den Bürgern entspringen

>) Lalmas. eicrcit. in Lolin. z>. 1141.

2) däier. Oiust. t. 2. tal).

Z) lüazaul,. not. in ^ristoxl». D^uit. v. 26?.