Druckschrift 
9 (1825)
Entstehung
Seite
481
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2 Kl. 16 Abch.

ist a» alle» diesen Köpfen roh, ohne Keiitniß, und scheint dasstnlieste Altertum zu verrathen. Die Kopse auf jenen Miin,zen scheinen Copien eines Kopfs im erst.» Zeitalter der Kunstzu sein ; den sie haben nickt das Altertum , welches der Kopfverrath/ ausaenomme» ein Silbersiük, welches unter allenam rarsten ist, >»>d wie die andern noch nicht bekant wordeii.Auf der leztern Münze steht man auf einer Seite A riadne,und aus der andern Herkules mir einem Füllhorn, der s»zu sagen nur entworfen ist; aber man erkent ihn mittels ei-ner andern eben so seltnen Münze von Erzt aus der nämli-chcn Insel. Diese beiden Münzen sind im Kabinet des Ma-lers Casanova, und die silberne führt den Namen der In-sel NaroS von der Neckte» zur Linken geschrieben: blolLTäX.

Auck auf der Paste ist der Kopf mit Epheu bekränzt undrükwärts mir einem Schleier bedekt, dock fo, daß man dieOhrgehänge nock sieht. Andere Münzen von Naros habeneinen sehr sckönen mit Lorbeer bekränzten weiblichen Kopf,dcu B ege r für B a k ck u s ansieht; i) Nonttius überhobsich davon zu reden. 2) Dem Plutarchus zufolge gab e,5zwei Ariadnen: Bakchus vermählte sich mit einer da-von auf Naros, woraus Staphplos entsprang; die anderewar die uttglüküche Geliebte, die Theseus aus derselbenInsel verließ, wo sie auch starb.?) Neiden erwies man gött-liche Eliren und beging ihre Feste in Trauer und Klage».Der Leser mag nun »ach diesem Berichte über den Namender Köpfe entscheiden.

' I46Z Carneol. Weiblicher mit Epheu bekränzterKopf, der gleich dem folgenden im alten Katalog unseres Ka-tmeis Ariadne genant ist.

*1464. Dnnkler Carneol, Brustbild der Ariad-ne von vorne u»d mit Evheu bekränzt. Zur Seiten

lt6Z. Carneol. Ariadne stehend, eine Schale inder Hand, und eine Vase mit einem Palmzweig zu denFüßen.

1466. Sm arag d pr a sm a. Ariadne stehend untereinem Weinstok, gießt eine Schale aus; Vor ihr auf einemFußgestell eine Vase mit dem Palmzweig.

i) l'hes. Lranllel). t. !. p. 4Z2.

'2) ^6 (.'>!>/. OrWe. 246.

3) In l'hes. ^c. 20.^

Winckelman. s. 21