Druckschrift 
9 (1825)
Entstehung
Seite
455
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2 Kl. I^Abth.

N7Z. Antike Paste. Avollos Dreifuß von einerSchlange umwunden. Dieses ist die Schlange/ welche derSage nach zuweilen auch im Dreifüße selbst erschien, auf Be-fragen Orakel ertheilre/ und sich fodan um den Dreifuß wand/wie Eufebius anführt. Auf dem Bogen ConstantinSzu Rom ist eine Scklanae erhoben gearbeitet/ du in den Drei-fuß Apollos schlurft, t)

N74. Antike Paste. Ein Dreifuß/ oben niit fdreiZSohinre» geziert/ und auf einen runden Altar gefezt; umdicken her sind drei kleine crlwbene Figuren. Dem Altar gegenübersizt eine weibliche bekleidete Figur eingeschlafen aus einemFelsen oder Steinhaus?»/ den Kovf auf die rechte Hand gelegt/welche auf dem linken Arm/ der sich auf das liuke Knie stüzt/ruhet: in einer Lage/ wie die vorgebliche/',-«/?-:/! B eg ers.2)Man könte diese Vorstellung als die Pythia/ wie siezu Delplii Orakel ertheilt, erklären:

////«, ^/, Z)

Anfangs war die Pvthia ein junges ?)zadchen/ das ein»fach gekleidet sein mußte/ wie sich dieses an uuserer Figur fin-det. Alte Frauen nahm man erst zum Priestertum/ nachdemein junger Thessalier/ Echekrates/ eine der P»thien, diesehr schon war und die er liebte/ entführt hatte. 4)

Pvthia sollte jedoch über dem Dreifuße sizen. Ichglaube daher/ daß die Erklärung sicherer ist/ wen mandie weibliche Figur für die Göttin Themis ansteht/ die einstim Belize dieses Orakels war/ und der die Geheimnisse derGötter im Traume offenbar wurde»/ bevor sie Avollo ver-trieb. Z) Sie sizt auf einem Felsen/ um vielleicht anzudenken/daß Themis und Terra dieselbe Göttin fei. 6) Nach de»Alten war Terra der Träume Mutter/7) und Apollo warüber die Träume gefezt. S)

1) kaNoii a-Iittir. tal>. 28.

2) l'iie?, Kran-Icl,. t> >. I>. I^o.

3) I.ucrci. I. 1, v. 7^0.

Dioii. 8ic. I. >6. fc. 26.^

ö) Lurip. IxliiA. ?aur. v. i2°!g. 12KZ. 127?.

6) v?. v. 20J. !. 0. v. t266.

7) Lur!p. Hecub. v. 70.

L) Lv^iiocl. v.^27. fDie Abbildung und Erklä»