einer Allegorie.
Jahre seines Alters nach Ludwigs XIII, Tode,auf einer Schaumünze auf einen Schild gesezt gebil-det/ welchen Frankreich und die Vorsicht indie Höhe hält, mit der Überschrift: incvivi'sDieses zielet ans den Gebrauch der alten Franken/die ihre neuen Könige auf einen empor getragenenSchild sezten, und also dem Volke zeigeteii/ wel-ches denselben in dieser feierlichen Handlung für sei-nen Herrn erkante.
36-Z>. Eine anstekende Krankheit und denüblen Geruch der Kranken hat Naphael in einerder schönsten Zeichnungen desselben in dem PalasteAlbani, wo die Pest abgebildet ist/ durch eine Fi-gur vorgestellet/ welche anderen die Hand reichet,und sich die Nase zuhält. Diese Zeichnung istvon Marco Antonio gestochen, nnd Poussinhat anS derselben diesen Gedanken benuzet in sei-nem Gemälde von der Plage der Philister airheimlichen Orten.
§.366. In der Liebe ist die Brunst ein be-sonderer Begris, welchen Correggio auf dem be-rühmten Gemälde der Jo, das ist: in dem Ge-nusse der Liebe deS Jupiters mit derselben,durch einen Hirsch ausgedrillet bat / der aus einemBache trinken will. Dieses ist eines der schönstenBilder in Gemälden neuerer Zeiten; den es maletdasselbe die Worte des Psalmisten : Wie der Hirschschrei e t nach f ri schem Wasse r; und das Schrei-en des Hirsches heißt im Hebräischen etwas sehnlich
t) Ravhael wollte nickt sowohl die anflckende Eigen-schaft, als vielmehr die groke Bösartigkeit des Übels dar»stellen, weil nach der Sage in solchem Falle gleich nn>mittelbar nach dem Tode die Fäulnin eintritt. DasWeck gebort eigentlich gar nicht nnter die Allegorien,so schon es sonst ist. Meyer.