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9 (1825)
Entstehung
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Zehntes Kapitel.

Von einigen guten und brauchbare» Alle-gorien der Neueren.

5. 356. Äie Allegorie ist in der Kunst unentbehr-lich/ und die Bezeichnung der Sachen und Länder,die den Alten unbekant gewesen, neue Begebenhei-ten und vorfallende Gelegenheiten erfordern neueBilder. Von Ländern, welche den Alten unbekantwaren, ist Kanada, welches mehr Biber als ande-re Länder hervorbringet, und eS ist daher diesesLand auf einer Schaumünze Ludwigs XIV. durchdieses Thier angedeutet. Auf einer Münze, welch?in Engeland über die Eroberung diefer Provinz ge-präget worden, ist eben dieses Thier das Symbolumdesselben.

367. Die Allegorien, welche ich hier anzeige,sind in Werken neuerer Künstler entweder von die-sen selbst erfunden, oder ihnen gegeben worden, undwerden als ihre eigenen Bilder angesehen. ES kön-nen mir einige, die eben so viel Recht gehabt hät-ten, gedacht zu werden, unbekant geblieben sein;ich glaube aber, daß die Anzahl von guten neuerenAllegorien sehr geringe sei. Ich finde z. E. untersehr vielen vom Zu c eher i in dem Palaste der Vil-la Este zu Tivoli gemalten Sinbildern nicht cmeinziges, welches mir merkwürdig geschienen; dasGlük, welches auf einem Strauße reitet, ist be-sonder, aber ich kan die Deutung davon nicht ßnd-en..