Druckschrift 
9 (1825)
Entstehung
Seite
174
Einzelbild herunterladen
 

Versuch

§. 237. Die Stadt Histiäa in Euböa

hat auf ihren Minzen eine weibliche Figur, die aufdem Vordertheile eines Schiffes' sizet und ein aufge-blasenes Segel hält; weil ein Segel heißt. >)K. 23.1. Ein Kalb auf dem Grabmale der Ehe-frau deS atheniciisischen Feldherrn CdareS, welcheDam ali 6 hieß, war ein Bild ihres Namens: denDamaliS heißt im Griechischen ein K a l b.Aufeiner Münze von Eretria in Euböa glaubet manin dem Kalbe den Namen einer obrigkeitlichen Per-son daselbst zu finden.^)

K. 23,v. Ein Löwe auf dem Grabmale des be-rühmten spartanischen Königs LeonidaS war eben-falls eine Anspielung anf d^n Namm desselben, 4)so wie eine Löwin ohne Zunge auf dem Grab-male der Leäna/ der Geliebten des HarmodiuS,welcher Athen von der Herschast des PisistratuSbefreiete. Das Thier war ohne Zunge, weil diesePerson durch die größte Marter nicht zu bewegen

>) Ouli?. Or-ec. toll. I I.

2) ^ntliol. I>Z. c. 12. exigr.4. vriZ. Lvlistsnt.

x. iZ.

Z) I. c. i55.

4) Hei-o6ot. I. sc.225. ^nslecta, t. 2. p. 162.?

Der Löwe aus dem Grabmale des Leonidas scheintuns nicht als Anspielung auf den Namen dieses Heldenausgelegt werden zu müßen, sondern als ein Sinbild desMuthes und der Tapferkeit, welche EigenschaftenLeonidas in vorzüglichem Grade besessen, und in ruh>wvoller That ausgeübt hatte. lWarum nicht auf beides?>Koineu et »Iiicn M e >> e r.

So sland auch t.VnUinI. palat. I. p. 4Z4.) auf demGrabe des Teleutias ein Löwe, weil er-i-av «v. Ein gewisser Leo, dessen Grab mit

eben dem Thiere geziert war, hatte ?ulut> 5.

x, 4o5.) nicht blos sondern auch ge-

habt. Siebelis.