Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
377
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6 Bnch/ 2 Kap. 377

schell Palms hoch ist. i) Diesem wahrhaften Augen-schein gemäß müßen die Stellen der Alten/ dieWider alle Wahrscheinlichkeit von einer ungewöhnli-chen Erhöhung der Person auf dem Theater zu redenscheinen/ verstanden werden. ?) Von diesem tragi-schen Kothurns aber ist der Kothurnus der Jäger undKrieger zu unterscheiden; den dieser/ eine Art Halb-stiefeln/ welche eben so hieß/ ging bis auf die Hälfteder Wade/ und war bei Jägern/ wie noch izo in Ita-lien / gebräuchlich. Diana und Bakchus pfle-gen dieselben zuweilen zu tragen; 4) von den mehre-sten Scribenten ist dieser KotliurnuS mit jenem ver-menget. 5) Die Art des BindenS der Sohlen ist be-

t) Diese Statue ist blos ihres hohe» Kothurns wegenmerkwürdig; in Ansehung der Arbeit hat sie kein gro>ßes Verdienst. Me»er.

2) Statt aller hieher gehörigen Stellen diene die einzigeaus dem Tertullian (6e zpecl.icnli», p. 2?,): Der Teusel erhob die Tragödicnsvieler aus Kothurnen; weilniemand seiner Länge eine Elle zusezen kan: so will er Christum iui» Lügner machen. "?Z! e»e r.

Z) Die Jagdkothurne werden von Pollur (I. Z. c. 3. n. i g.),Von Servius <Virg. I. i. v. 3/,,.) und andern alshohe Schuhe beschrieben, die bis zur Mitte des Beinsreichren, und mit durchzogenen Riemen sest unigeschnürtwurde»/ um damit in rauhen Gebirgen bequem laufenund springen zu können. (L»»s, <I'0ivUl<: .-»I>-»-ilon.x. 535. VirA. <>clog. 7. V. Z2.) Der eigentlich griechi-sche Name der Jagdschuhe ist -v^-/.<x. (IZruncliUlects, t. 3. 206. n 26g.) M e >> e r.

Bei SVanheim sol, scrv.it. in Ii^mn. in vi-main, v. , 1.)ist aus einer Münze von Mitylene eine Abbildung diesesJagdkothurns gegeben; sund unter Numero 63 der Ab-bildungen zu dieser Ausgabe) sind deren mehrere nacheiner antiken bemalten Vase vorgestellt. M e» er.

L) Scaiigcr. poet. I. >. c. ,3. I>itlur« «I^rcvl. t. I. l!>v. .j-u. 10. p. ig. tav. 35. n. 22. p, >36.