346 Geschichte der Kunst.
Z. 2j. Es erkläret sich also aus dem Obige»/wie Pbilostratuv zu verstehen ist, wen er saget,daß in dem Gemälde des Komus derselbe vonWeibern und Männern umgeben gewesen, und daßdiese mit Weiberschuben und wider die Gewohnheitgeschürzet oder gebunden gebildet gewesen: -----
das ist: die Männer hattenwie die Weiber den Gürtel unter der Brust liegend)Mit Weiberschuhen aber pflegeten auch die Flöten-spieler auf der Scena zu erscheinen, und Batta-luS aus EphesuS war der erste/ der steh also zei-get-.
§. 22. Die völlig bekleidete Venus ist in Sta-tuen allezeit mit zween Gürteln vorgestellet, vonwelchen der andere unter dem ttnterleibe lieget, sowie denselben die Venus mit einem Porträtkopfe,neben dem Mars im Campidoglio, und die schönebekleidete VenuS hat, welche ehemals in dem Pa-laste Spada stand, und izo im Belize des LordEgremont in Engeland ist.^) Dieser untere Gür-tel ist nur dieser Göttin eigen, lind ist derjenige,welcher bei den Dichtern insbesondere der Gürtelder VenuS beisset: dieses ist noch von niemandbemerket worden.^) Huno bat sich denselben aus,
1) i. Icon. 2. p. 566.
2) vita Dcmostl,. princ. " ^0te.?
Z) Au«. c->i>ilul. t, Z. der Göttin diesen zweiten,
Gürtel auch alsdail noch, wen siesie ohne alle Bekleidung, ganz nakend, vor-stellten; wie aus einem Epigramme der Anthologie(Linncl>i, ^n.ilcct. t. 2 p. 460. princ.) erhellet. Aberans eben diesem Evigram erhellet zugleich, daß, wie W i u-ckelman will, dieser Gürtel nicht allezeit den Unter-leib umgürtet; den an der darin beschriebenen Statue