316
Geschichte der Kunst.
8. 24. Diese Abhandlung von der Zeichnungdes Nakenden griechischer Künstler/ ist hier nicht er-schöpft/ wie ich sehr wohl einsehe; aber ich glaube/es' sei der Faden gegeben/ den man fassen / und demman richtig nachgehen kan. Rom ist der Ort/ wodiese Betrachtungen reichlicher als anderswo ge-prüfet und angewendet werden können; das richtigeUrtheil aber über dieselben/ und der völlige Nuzen,ist nicht im Durchlaufen zu machen/ noch zu schöpfen-den was anfänglich dem Sinne des Verfassers nichtgemäss scheinen möchte/ wird demselben durch öftereBetrachtung ähnlicher werden/ und wird die viel-adrige Erfahrung desselben/ und die reife Überlegungdieser Abhandlung bestätigen.
edel und zierlich. Die guten Eigenschaften des A»?!drnks und der geistreichen Behandlung lassen sich nurnoch an einigen einzelneu Stelle» mehr ahne», als be-sinnt wahrnehmen/ weil das Ganze sehr beschädigt ist.An dem Pferde sind Kopf/ Hals, die Beine, wie auchder Schweif neu; a>» Löwen die Hinterbeine und derSchweif. Mever.
In der reiche» Samlung Von Thieren im Muse»P i o . C lem e n ti o ist eine fehr schöne Ziege Amal>thea, an deren Bart sich noch die Hand des KindcZerhalten hat; ein Damhirsch aus orientalischem Abubaster, von natürlicher Größe und Farbe; eine Sau/ans weissem Marmor, mit zwölf Ferkeln unterihr; ein Adler und ein Storch von ausgezeichneteArbeit; der Kovf eines Rhinoceros, unter natur<licher Größe; ein Krokodil, aus Probirsiei», MMfähr vier Palmen lang. Gut gearbeitet ist auch ei» Kre°kodil aus p arischem Marmor vo» natürlicher Greicim Musro Cavitvlino. 3, p, 162.) j'ibri>mi§ist zu bemerken, daß im Ganzen genommen die antikl»Thierfigure» Seltenheiten sind, und daß daher in nwcrn Zeiten ma»che Betrüger eine große Menge vc»Thieren aller Art verfertigt und für alte Arbeit verkaufthaben. Fea^