Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
183
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5 Buch, 2 Kap.

welche die zwo lezteren Statuen ergänzen lassen,haben nicht verstanden/ daß die Köpfe der Ama-zonen eine bestimte Jdea haben, und zwar derge-stalt, daß dieselben in den vier ersteren Statuen)western, und wie aus ebenderselben Forme ge-zogen scheinen. ES ist sogar in den Haaren keinUnterschied, weder in der Lage noch in der Arbeit;ihr Gesteht zeiget in allen dasjenige, was das Wortvi>-^o auSdrükct. Weder der eine alte Kopf, nochder andere von einem neueren Bildhauer verfertigte,schiken sich zu ihren Statuen. Zween diesen voll-kommen ähnliche und sehr wohl erhaltene Köpfe ste-hen unerkant in dem Museo Capi tolino,>) undhätten auf die Statuen der Amazonen daselbst, diefremde Köpfe haben, gefezet werden können. Kei-ne Köpfe wären unsern Künstlern bessere Modelle zuFiguren geheiligter Jungfrauen gewesen,und dennoch ist es niemanden eingefallen. -) InMuseum. Eine Abbildung desselben in den ^lonumcnz

t) Einer dieser Köpfe ist, wie schon gesagt, der schö-nern Amazone aufgesezt worden. Meyer.

Z) Sb unsere Künstler wohl thun würden, die Köpse derAmazonen unbedingt zu Modelten sür geheilig-te Jnngsrancn zu gebrauchen, dürste noch einigerVedenklichkeit unterworsen sein. Den der religiöseBegris der Neuern von geheiligten Iung,'ranenist bei weitem ein anderer, als sich die alten Künstlervon den Amazonen gemacht haben; also wäre billigzu besorgen, daß aus der vorgeschlagene» Nachahmungoder Übertragung nur ein verfehlter Charakter ent-stehen würde. Mever.

sAber der Autor sagt ja nicht unbedingt, undwir wissen, was er bei einer solchen Übertragungfordert: ein initeigene m Denk e n verbundenes?! achahmen, k^ine knechtiiche Folge, wie er im5 §. über die Betrachtung der Werke der Kunstsagt.)