Beilage
Da unter den Monumenten von Erzt und Marmor un>streitig später verfertigte Nachahmungen des ältesten Kuustge-schmaks vorkommen: so behaupten wir nichts Unwahrschein-liches, wen wir sagen, daß eben dieses auch in Nasenge-wälden geschehen sei. Den es gibt Gesäße aus der nolani-schen Familie mit schwarzen silliouetteuartige» Figuren »achuralter Weise, nur daß die Gemälde oder Zeichnungen imDetail ihrer Formen spätere Zeit und gebildetere Kunst an-deuten. Eine solche Nachahmung ist nach unserer Meinungauch die aus einem Stiere reitende Ariadne oder Bakcha »-tin eines schön glasirten Gefäßes in der ftorentinischen Sam-lung, von welchem bei F ea (t. i. i>, 2,6.) geredet wird,und weil es bei Zlrezzo gefunden ist, hat man dasselbe irri-ger Weife für ein aretinifches Gefäß ausgeben wollen.
Eine eigene Art kleiner Gefäße, meistens Schalen ohneGlafur und Malerei, aber von ungemei» feiner Erde und an-genehm rörhlicher Farbe, sind ebenfalls fchon gelegentlich fürdie vor Alters berühmten arelinifchen ausgegeben worden.Auch ist nicht zu läugnen, daß man aus Grüften der dortigenGegend einige dergleichen Stüke hervorgezogen. (Die Gestalteiner solchen Schale mit Dekel sehe man unter Numero Z2. c.der Abbildungen.) Allein sie finden stch ebenfalls auch umNola und überhaupt im untern Italien vielleicht noch häufi-ger. Eine andere Art von Gefäßen mit eorallenrother Glasurohne Malerei, werden, so viel uns bekaiit, einzig in Toscanaund besonders um Arezzo gefunden. Allein, da sie schwer,von grobem Thone, auch in Hinsicht auf die Form nicht vor-züglich sind, so läßt sich mit Grund bezweifeln, ob derglei-chen gemeine Waare bei den Kunst und Gescbmak liebendenAlten in großer Achtung gestanden, und es erwartet also dieSache der arelinische» Gesäße noch immerhin ihre endlicheAusklärung.
Noch einer besondern Art von Gesäßen aus gebraiiterErde müßen wir gedenken. Sie sind ganz fchwarz, mit erho-ben gearbeiteten Zieraten, und sehen ziemlich der- schwarze»Waare von Wegwood ähnlich. Die Formen im allgemeinen,so wie die Zieraten insbesondere, sind vom erlesensten Geschmak.Eine sehr beträchtliche Anzahl solcher Gefäße befindet sich in deroft angeführten Vafenfamlung bei dir florentinifchen Galerie,wohin sie von Volterra gekommen sei» sollen. Allein es istschwer zu glauben, daß es wirklich hetrurische Arbeiten