Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
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410
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410 Geschichte der Kunst.

in bcr Verglcichung dieser alten Völker in Italienmit de>t Ägypter» gehet/ wie einigen Personen,welche in ihrer Muttersprache weniger/ als in einerauswärtigen Sprache/ gelehret sind. Von der Kunst !der Ägypter können wir daher mit mehrerer Gewiß- !heit reden/ als von der Kunst jener Völker/ derenLänder wir ohne Schwierigkeit bereisen und sogar Iumgraben. Wir haben eine Menge kleiner hetruri-scher Figuren/ aber nicht Statuen genug / zu einemvöllig richtigen Systema ihrer Kunst zu gelange»/und nach einem Schifbruche lässet sich aus wenigBrettern kein sicheres Fahrzeug bauen. Das meh-reste bestehet in geschnittenen Steinen/ welche wiedas kleine Gestrüpe sind von einem ausgehauenenWalde/ von welchem nur noch einzelne Bäumestehen/ zum Zeichen der Verwüstung. Zum Nngliikist zur Entdekung von Werken aus den blühendenZeiten dieser Völker wenig Hofnung. Die Hetrurierhatten in ihrem Lande die Marmorbrnche bei L una >)

t) Der Marmor aus Luila, welcher auch der ligu-sti sch e hieß, s Lerv, l, ö, V. 720.) übertraf,

wen nicht a» Härte, wenigstens an Weisse/ dieschönsten weisse» Marmorarten Ericchenlands, (plin.I. 36. 5. 4.) Nichts destoweniger hat sich keinehetrurische Arbeit älterer Art von diesem Marmor ge-sunden, woraus mit Wahrscheinlichkeit zu schließen wäre,daß er den alten Hetruriern bekaiit gewesen , was auchimmer Fea gegen diese Folgerung sagen, und wie we-nig dem Svrachgebrauch des Plinius angemessen er"denselben (l, c.) erklären mag. Eben dieses Marmorswird vom Plillius (I. Z6. c. ö. secl. 7.) und Strabogedacht. (I-S. x. Z4g.)

unter den vielen Gebäuden, welche zu Rom au§ die-sem Marmor gebaut waren, zeichnete sich vorzüglich dervon Augustus aus dem palatinische» Verge errichteteTempel des Apollo aus. (8er». I, s, r. 720.) !MeVe r.