Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
409
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3 Buch, 4 Kap.

409

Achseln unserer Trommelschläger. Nachher habe ichgefunden/ daß diese Verwahrung der Achseln auchbei den Griechen in den ältesten Zeiten üblich ge-wesen; den HosiodnS gibt dieselbe unter andernStüken der Rüstung dem HerkuleS/ und derScholiast dieses Dichters nennet dieselbevon --k-Atv, verwahren. Der Kopf ist mit einerplatten Müze bedeket, an welcher von den Seitenzwei lange Hörner/ wie Zähne/ vorwärts' und auf-wärts stehen. Auf dem Kopfe lieget ein Korb mitzwo Tragestangen/ welcher auf den Hörnern ruhetund abgenommen werden kau. Auf dem Rüken trägter ein Gestelle eines Wagens mit zwei kleinen Rä-dern / dessen Deichsel in einen Ring auf dem Rükengestckct ist/ so daß die Räder über den Kopf reichen.

K. 46. Dieses lehret uns einen uubekanten Ge-brauch der alten Völker im Kriege. Der Soldat inSardinien mußte seine Mundprovision selbst mit sichführen; er trug dieselbe aber nicht auf der Schulter/wie die römischen Soldaten/ sondern er zog sie- hin-ter sich ans einem Gestelle/ worauf der Korb stand.Nach vollendetem Zuge/ wo dieses nicht mehr nöthigwar/ stekete der Soldat sein leichtes Gestelle in denNing/ welcher auf dem Rüken befestiget war/ undlegete seinen Korb auf den Kopf über die zwei Hör-ner. Vermnthlich ging man mit allem diesem Gerätbe/wie man siehet/ auch in die Schlacht/ und derSoldat war beständig mit allem Zubehör versehen. ?)§. 47. Z»m völligen Beschlusse dieses Kapitels! gebe ich dem Leser/ welcher in manchen Stüken mehrLicht verlangen möchte/ zn bedenken/ daß es uns>

>) 8cul. Ilercul. V. >23.

2) «bcr diese sardinischen Figuren in Er;t »och wei-

ter zu sagen ist, findet mg» bei der Erklärung derAbbildungen unter Nuniero 21.1

Winckelman. Z. ^