Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
401
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Z Buch/ 4 Kap. ^01

geringsten Jnsectcn die Wunder in der Natur,das Wunderbare in der Kunst und Art der Alte»/und so wie in Raphaels ersten Entwürfe» seinerGedanken der Umriß eines Kopfs'/ ja ganze Figu-mi/ mit einem einzigen unabgesezeten Federstrichegezogen/ dem Kenner hier den Meister nicht weni-

allerdings, daß alle dergleichen Malereien mit großerFertigkeit und unabgesezten Stricken gemacht sind; abereine jede Federzeichnung erfordert/ daß die Striche bisdahin, wo sie in andere übergeben, unabgesezt gezogenseien, und mancher unserer Kupferstecher hat von dieserSeite »och weit mehr als die Vafenmalcr geleistet. DasAuftragen dcr blauen Farbe aus Porcellan oder andereTöpferarbeiten ist nicht wohl mit dem Auftragen dcrfchwarzbramic» Farbe auf den antike» Gefäßen zu Ver-gleiche». Dcn die Schmälte ist schwer, ja ividcrfpenstig,dahingcgc» icnes Schwarzbrau» auf dc» Vase» milderund gehorsamer, oder wen man will, schmierigcr war,wie sich theils aus sehr feinen Stricht», theils ausStellen ergibt, wo zufällig die Farbe nicht hingereichtund der Pinsel ausgewischt worden. Wr» dcr Au-tor ferner behaupten will, cs habe bei den Vafenge-mälden keine Änderung oder Verbesserung statt findenkönnen, so ist solches ein offenbarer Irrtnm; den diefrisch aufgetragene Farbe eines allenfalls mißlungenenStrichs konte leicht wieder abgeschabt und ein andererversucht werden. Freilich mögen selten VerbesserungenVorgenommen worden sei», weil die Absicht der Künstlerl>ei den Vasengemälden nicht aus die äusserste Läuterungund Vollenduug dcr Formcn gerichtet war; auch wohldas Vermögen bei wenigen so hoch reichte. An man-che» Gesäßen bemerkt man, daß »nt einem fxizigenWerkzeuge leicht vorgerissen worden z an andern aber Istzu gleiche»! Zwek eine Masse gebraucht, welche rotheStriche wie von Röthelstei» zuriikgelassc». Die Haupt«formen »lochte» nun auf eine oder die andere Art an-gedeutet sein, so konte die lezte Zeichnung oder Malerei»nt schwarzbrauucr Farbe, ohne sehr große Schwierig»keit, leicht und frei aufgetragen werden. M e»e r,

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