3 Buch/ 4 Kap. 377
urtbeilung dieser Gefäße erfordert wird/ da wirwissen/ wie ich kurz zuvor angeführet habe, daßNola eine Colonie der Griechen gewesen/ und daein großer Theil der Gefäße/ die wir kennen/ mitgriechischen Zeichnungen bemalet sind/ von welcheneinige griechische Schrift haben/ welches ich deutli-cher anzeigen werde. Sprechen wir also den Künst-lern des eigentlichen HetrurienS diese Arbeiten ab/deren Styl gleichwohl sehr viele Gefäße deutlichzeigen/ da hingegen andere offenbar von griechischenMeistern herkommen: so bleibet unser Urtheil unent-scheidend hängen zwischen den Campanern undden Griechen; und daher fordert dieses eine deut-lichere Erklärung, i)
§. 12. Daß sich unter dieser gemaleten Töpfer-arbeit Gefäße campanischer Künstler finden/ ist sehrwahrscheinlich/ da die irdenen Geschirre dieses Lan-des auch vom Horatius angeführet werden: c-,i»-2) geschiehet dieses jedoch nur inMeldung seines Geräths von schlechtem Werthe.Mit mehrerer Gewißheit aber ist dieses zu schließenaus dem Styl der Zeichnung einiger dieser Stüke/welcher / wie ich gesaget habe/ der hetrurischen Zeich-nung ähnlich ist; und diese Ähnlichkeit kau mit ei-ner Art betrurischer Schrift/ die den Campanerneigen war/ einerlei Grund haben. Den da dieTyrrhenier oder die ältesten Hetrurier sich durch Cam-panien bis in das Land/ welches nachher Großgrie-chenland genennet wurde / erstreket hatten/ und dieCampaner also als ihre Nachkömlinge anzusehen sind:so wird sich auf diese Art die eingeführete Schrift/
t) sMan vergleiche liiemit die vorläufige Abhand-lung ZK, 24§>, wo Winckelmaii seine Ansicht et«was modificirt.Z
2) I» >. sal. 6> ?. 1 lg.
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