372 Geschichte der Kunst.
mit griechischer Schrift gepräget sind. Ich überge-he verschiedene andere griechische Städte/ als Di cci-archia/ nachher Puteoli genant/ die später vonGriechen angeleget worden/ wie den das ganze Uferdieses Landes von dieser Nation bewohnet war; sodaß folglich die Griechen auch ihre Künste zeitighier genbet/ und zugleich die Campaner/ ihre Nach-barn mitten im Lande / belehret haben werden.Man begreifet also/ von welcher Nation ein Theilder Gesäße von gebrauter Erde verfertiget und be-malet worden/ die häufig in Campanien / und son-derlich um Nola/ in dortigen Grabmälern ausgegra-ben worden. Will man aber die Ehre von vielendieser Arbeiten den Camvanern lassen / so wird esdiesen nicht nachtiicilig sein können/ sie als Schülerder griechischen Künstler anzusehen/ welches keinesBeweises nöthig hätte/ wen es wahr ist/ daß dieCampaner allererst in der fünf und achtzigsten Olym-pias ein besonderes Volk zu sein angefangen/ wieDiodornS angibt, t)
K. 8. Unläugbar sind als campanische und diesemVolk eigene Werke anzusehen die Münzen derjenigenStädte/ die mitten im Lande lagen/ und wohindie Griechen keine Colonien gesühret haben/ alsCapua, Teanum/ izoTiano / und andere Orte/als welche mit Schrift ihrer eigenen Sprache/ dieder betrurischen ähnlich ist/ bezeichnet sind / und diedaher von einigen Gelehrten sogar für punischeSchrift gehalten worden/ wie es dem Bianchinimit einer Münze von Capua ergangen;^) Maffeiaber bekennet von eben der Münze/ daß er nicht
nacc! 7 Origin. ital. I. t. c. 4. x. 216. 2. I. 6. c. 4.
x. 2.17.) Fea.
») 1^. 12. Z. Zi. i-o eH-vs? T-wv X-c./zn'-evwv s-vves"».
2) Isto?. unIv. c. i!. x. 16Z.