Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
364
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36j Geschichte der Kunst.

Villa Albani. Die Haare sind an den mehrestenmänlichen Figuren sowohl als weiblichen dergestaltgetheilet/ daß die / welche von der Scheitel herunter-gehen/ hinten gebunden sind/ die anderen fallen inStripen über die Achseln vorn herab/ nach demGebrauche der Alteren Zeiten auch bei anderen Völ-kern. Dieses ist oben bei den Ägyptern angezeiget,und wird auch in einem der folgenden Bücher vonden Griechen bemerket werden.

K. t7. Bisher und in dem ersten und zweitenStyle haben wir die Kunst betrachtet / die den He-truriern eigen war/ und vor deren näherer Be-kantschaft mit den griechischen Werken der Kunst,das ist: ehe diese sich deS unteren Theils von Ita-lien und anderer Gegenden am adriatischen Meerebemächtigten/ und die Hetrurier in engere Gränzeneinschloßen. Da nun die Griechen jenen schönstenTheil von Italien eingenommen hatten/ und mäch-tige Städte stifteten/ singen die Künste noch zeiti-ger als selbst in Griechenland an zu blühen, underleuchteten auch ihre Nachbarn/ die Hetrurier,welche sich in Campanien behaupteten. Den da die-se bereits in den ältesten Zeiten die Geschichte derGriechen auf ihren Denkmalen vorgestellet hatten,folglich die Griechen alS ihre Lehrer erkanten; sowar dadurch der Weg gebahnet, auch in der Kunstvon ihnen zu lernen. Daß dieses wirklich geschehensei, wird wahrscheinlich durch Münzen der mehrestenStädte in Campanieii/ die/ besage ihres Namensmit hetrurischer Schrift/ zu der Zeit gepräget wor-den/ da sie annoch von Hetruriern bewohnet waren;den auf diesen Münzen sind die Köpfe der Gotthei-

j) Was der Autor i» dirsem Kavitel von der Härt«in den lietrunschen Arbeiten sagt, bestätigt auch Quill'tjlig». >2, c, io> n> i.) Fea.