3^3 Geschichte der Kunst.
ist aber seit der Zeit entwendet worden/ wie eS vor„nd nachher mit andern schönen Steinen daselbstergangen ist. Indem stoschischen Mnseo ist ebendiese Vorstellung in Carniol geschnitten /^) wo aberdieser Stein für einen Chalcedon angegeben ist.Jener Stein kan dem Leser zugleich als ein Exem-pel dienen von der Zweifelhaftigkeit in Entscheidungzwischen hetrurischen und zwischen griechischen Ar-beiten des ältern StylS.
§. 11. Was die reihenweis gelegeten Haare so-wohl des Haupts als auch der Schaam betrift / fin-den sich dieselben ebenfalls ohne Ausnahme an allenhetrurischen ^Figuren, auch der Thiere/ wie man' ^ bemerken kan an der berühmten Wölfin von Erztim Campidoglio, die den RomnluS und den R e-muS säuget. Den da dieselbe vermuthlich diejenigeWölfin ist/ die zur Zeit deSDionysiuS vonHa-likarnaß in einem kleinen Tempel am palatinischenBerge stand/das ist: in dem Tempel des Nomu-luS/ izo St. Theodor genant/ wo dieselbe ist ent-deket worden; und da diese Wölfin/ wie eben derScribent meldet/ für ein Werk alter Kunst gehal-ten wurde ) !so muß dieselbe für eine Arbeit hetrurischer Künst-ler zu achten sein/ deren sich die Römer in ihrenältesten Zeiten bedieneten. Von einer solchen Wöl-fin meldet Cicero/4) daß dieselbe vom Blize be-schädigt worden sei/ welches unter dem ConsulatedeS Julius Cäsar und des BibuluS geschahe;^)
t) ^Beschreib, d. gc schnitt. Steine, Z Kl. I Abtl>.)
2) Dieser Stein ist ohne Zweifel griechische Arbeit.
Me >> e r.
Z) Iloni. I. i c.
De liivinat. I. 2. c. 20.
ö) Dis. lüii?;?. I. 27. 8. 9.
Die von Dio Cassius angesiihrten Consuln sind: