3-w Geschichte der Kunst.
merke hier/ in Absicht der griechischen Helden aufhetrurischen Werken/ was PindaruS insbesonderevom PeleuS saget,daß kein so entlegenes Land/und von so verschiedener Sprache sei/ wohin nichtder Nuhm dieses Helden/ des Schwiegersohnes derGötter/ gekommen sei.
§.20. Nächst der Kunst/ in Edelsteine zuschneiden/ haben die hetrnrischen Künstler ihre Ge-schiklichkeit gezeiget/ in Erzt zu graben/ wovon vielePaterä Zeugniß geben. Dieses Werkzeug/ welcheswir eine Opferschale nennen/ wurde gebrauchet/Libation von Wasser/ oder Wein/ oder Honig/ theilsauf den Altar/ theils auf das Schlachtopfer selbstauSzugießen/ und ist von verschiedener Form. Meh-rentheilS sind diejenigen/ die wir auf römischen er-hobenen Werken bei Opfern gebildet sehen/ eigentli-che runde Schale» ohne Handgriffe; jedoch findet sichauf einem solchen Werke in der Villa Albani einePatera/ nach Art der hetrurischen/ wie ein platterTeller gestaltet und mit einem Stiele; in dem her-culanischen Mufeo aber haben viele Paterä/ dietiefe und auSgedrechfelte Schalen sind/ ihren Stiel/welcher sich insgemein in einen Widderkopf endiget.Die hetrurischcu Paterä hingegen/ wenigstens die/welche eingegrabene Figuren haben / sind wie einplatter TeLer mit einem niedrigen Rande umher/und habe» ihren Stiel/ jedoch so/ daß derselbe inden mehresteil/ weil er zu kurz ist/ in einen Hand-gris von anderer Materie hineingesteket gewesen seinmuß. Diejenigen Paterä/ welche Zieraten hattenvon dem Kraute/ welches ülix und im Italiänischenklllce genennet wird/ heissen pateiae Lliniwe;solche aber sind mir nicht bekailt; und wo die Zier-
Zl) Ist-Km. VI. V. 34.
2) II. All VI. 1.