Z Buch, 2 Kap.
seo Capitolino, in Form eines runden Altars,und wird insgemein dafür angesehen/ da izo ein gro-ßes Gefäß von Marmor fest auf demselben gcsezetworden, und demselben zur Base dienet; eigentlichaber ist es eine Brunnen mündung (Koeaxono)/ wie an dem inneren Rande die hohlen Rei-sen anzeigeten/ die der Strik des Eimers ausge-feilet hatte. ES ist dieses erhobene Werk in mei-
Hand, weil er mehr ausfalle» mußte, weit ansehnlicher,als er nach Maßgabe der Figur der Amazone hätre wer-den dürfen. Auch Cerberus erscheint im Verhältnissezum Helden klein, und eben so der kretensischeStier. Bei den Pferden des Dio »iedes dürfte Viel-leicht eingewendet werden, daß sie wie in einiger Ent-fernung dargestellt seien, aber selbst der vom Herkulesergriffene Diomedes würde, wen man ihn sich aufge-richtet denkt, dock feinem Besieger kaum bis an dieHüften reichen. Das Costume des Königs ist barbarisch,er hat lange Hosen und Ärmel, und, wie es scheint,sogar Schuhe an den Füßen; sein Haupt wird voneiner phr» zischen Müze bedekt; der Bart sowohlals die Haarloken sind länger angegeben als am Herku-les, haben mehr Abwechslung und sind freier gearbeitet.Der breite gute Faltenwurf des Mantels zeigt, fo wieauch das übrige Gewand, keine Svur mehr von denkleinen, knapen, häufigen und manierirten Falten, wodurchsich die ältern griechischen, sonst sür hetrurisch gehalte-nen Arbeiten beständig auszeichnen; auch keine Handmit den ausgestrektc» steif zusammengehaltenen Fingernwird hier mehr wahrgenommen. Man bemerkt serner,wie die Kunst zu der Zeit, da dieses Monument ent-standen , schon sehr wichtige Fortschritte in Hinsicht derProportionen der Glieder am menschlichen Körper ge-macht hatte; den die ans demselben dargestellten Figu-ren des Herkules, haben alle die Proportion von et-was weniger als sieben und einer halben Kopflänge. Re-staurationen sind an diefem Monumente nicht zu finden;cS haben aber mehrere Figuren desselben stark gelitten.M e >> e r.