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Geschichte der Knnft.
§. i/i. Das zweite erhobene Werk hetrurischcrKunst/ welches in meinen alten Denkmalen üiKupfer gestochen zu sehen / ^>) ist ein runder Altarin dem Museo Capitolino,^) und stellet denMercurius vor in Begleitung des Apollo undder Diana; und sowohl die Zeichnung der Figu-ren selbst/ als insbesondere die Gestalt des Mercu-rius'/ scheinen hier über den hetrurischen Styl kei-nen Zweifel zu lassen. Den diese Gottheit hat nurin übrig gebliebenen Bildern der Hetrurier einenBart/ und zwar einen solche»/ den wir pflegeneinen Pantalonsbart zu nennen / weil die Per-son dieses Namens in unseren Komödien einen sogestalteten vorwärts stehenden Bart trägt. Unter-dessen muß Mercurius auch in den ältesten grie-chischen Werken nicht allein bärtig/ sondern auchmit einem Barte/ welcher dem auf unserem Altareähnlich ist/ abgebildet gewesen seiii/^) wie manans dessen Beiwort beim P ollux schließen kan / ^)welches keinen geflochtenen Bart (I-arK» intort-,),wie es die Ausleger verstehe»/5) sondern einen
t) iNumcro ZS.Z
2) Mus. c^üpitol. t. 4. ta?. 66.
Z) Eustathius (comment, in IIi.ill> I. ig, p, 124g.) be<merkt, daß es bei den Pelafgern Gebrauch war/ denMercurius mit einem Barte vorzustellen. So siehtman ihn aus verschiedenen Monumente», selbst auf rö-mischen, gebildet. (?0Mni Au«, t!>ipitvl, l. 4. p, 2gg>)Paufanias (I. 7. c. 22.) erzählt/ daß sich ein Mer-,curius mit einem Barte in der Mitte des Markt-plazes zu Pharä in Achaja befand. F e a.
4) Ouomasi. I. 4. e. ig. segni. >Z^ et 1Z7.
5) Scaliger (Poet. I. I. c. I/,.) hatte es fo erklärt.Pollur legt übrigens in jenen Stellen nicht dem Mer>curius, sondern tragischen Masken den Bart bei.