3 Buch, 2 Kap. 221
get, welche die Gestalt einer Schleuder hat, dasist: das Band vorn am Haupte ist an drei Fingerbreit/ und vermittelst zwo schmaler Bünder von bei-den Seiten um die Haare gebunden/ wodurch dasWort beim ÄristophaneS / ^) als eine
Gattung von Hauptbinde/ erkläret wird. IhreHaare sind über der Stirn und an den Schläfenin krepichte Ringeln geleget/ und hängen über dieAchseln und hinterwärts gerade herunter. Gegenibr über stehen drei Nymphen/ die den Bakchuserzogen haben/ in verschiedener Größe/ von denen dievordere und größte das Gängelband des jungenVakchuS hält. Die Köpfe aller fünf Figuren die-ses Werks sehen den ägyptischen Gestalten sehrähnlich durch hinaufgezogene plattgeschnittene Augen/und durch den Mund/ welcher sich ebenfalls aufwärtsziehet. Ihre Bekleidung ist mit geraden parallelenFalten gereift/ die durch bloße Einschnitte angedeu-tet sind / so daß sich zwo Linien beständig einandernähern. 2)
>) spollux, vnoiuast, I. 5. «cxm. gL,^
2) Slme Zweifel ist das beschriebene Basrelief in der VillaAlbani, mit der Erziehung des Bakchus durchdie Leukothea, uralt, und für die Kunstgeschichte ei>nes der merkwürdigsten Monumente. Allein es hat mitkeiner der zuverläßig hetrurischen Arbeiten einigeÄhnlichkeit, ist ausgriechische m grobkörnigen Marmorverfertigt und schließt sich überhaupt so gut an die nun«mehr für altgriechisch erkanten Monumente an , daßwir kein Bedenken haben, es für das älteste bekaiiteWerk dieser Art zu halten. fUnter Numero 56 derDenkmale ist die Abbildung davon nach Zoegazu sehen.) Ausser den darin angezeigten Ergänzungensind jedoch am Marmor noch etliche mehr, nämlich dieNase und Lipen der Leukothea, wie auch Einigesvon der rechten Hand dieser Figur; sodan ist nicht nurdie eine Hand des Kindes neu, sondern alle beide. Meyer.