Erstes Kapitel.
Nach den Ägyptern sind unter den Völkern inEuropa die Hetrurier das älteste Volk/ wel-ches die Künste geübet/ und ivo dieselben noch zeiti-ger/ wie eS scheinet/ als bei den Grieche» zu blühenangefangen haben; daher die Kunst dieses Volks/sonderlich in Absicht ihres Altertums/ eine ganz be-sondere Aufmerksamkeit verdienet/ vornehmlich/ da ihreältesten Werke/ die sich erhalten habe» / u"s einenBegrif geben von den ältesten griechischen Werken,die jenen ähnlich waren/ und nicht mehr vorhanden sind.
Die gründliche Betrachtung der hetrurischenKu nst erfordert zuerst eine kurze Anzeige der älte-sten Geschichte und der Verfassung sowohlals der Beschaffenheit dieses VolkS/ alsworin der Grund des Wachstums der Kunstbei ihnen lieget/ die hernach in einigen der merk-würdigsten übrig gebliebenen Werken nachihren Eigenschaften untersuchet wird; und da dieKunst der benachbarten Völker eine Ähnlichkeit mitder hetrurischen bat/ so geben uns die Kentnisse vo»dieser ein Licht in jener.
§. t. Der erste Abschnitt/ welcher in zweiEtüken zuerst die älteste Geschichte/ die Eigen-schaften und die nachfolgenden Umständeder Hetrurier berühret / gehet von den Nachrichtender Wanderung der Pelafger nach Hetru-rien zu der Vergleichung der Umstände die-ses Landes mit denen von Griechenland/