260 Geschichte der Kunst.
wurden die besten Geräthe von Holz von punischenArbeitern gemachet; daher stch bei ihren alten Scri-benten von punischen Betten/ Fenstern/ Pressenund Fugen Meldung findet.
§.4. Der Überfluß nährete die Künste: denes ist bekant / was die Propheten von der Prachtzu TyruS reden. Es waren daselbst/ wie Straboberichtet/ noch zu seiner Zeit höhere Häuser/ alsselbst in Rom; l) und AppianuS saget/ daß inderByrsa/ dem innern Theile der Stadt Karthago,die Häuser von sechs Gestok gewesen. 2) In ihren
deiltcndste» enthält. Die beiden Säulen Von Erzt, mitreich verzierte»Kapitäle», ein grosses Gefäß, das eherneMeer genant, von Rindern getragen, und die Gestellezu Kessel», welche mit eingegrabenen Zieraten gefchmüktwaren, zeigen durchgängig eine Einfalt in der Anlage,ja sogar eine gewisse rohe unbeholfene Großheit beiüpige» beinahe überhäuft angebrachten Zierate». DasTempelgebäude selbst »lochte zufolge des bestandene» wahr-scheinlich häufigen Verkehrs der Jude» und Phönizier,nach dem Kunstgefchmake dieser lezter» Natio», und viel-leicht gar von Kiittstler» aus derselbe» entworfe» wor-den sein, wiewohl >na» ebenfalls nicht läugnen kan, daßi. B. die großen zehn Elle» hohe», ihre Flngel ausbreiten-den Cherubim, die inwendig und auswendig mit Schm-iele! vo» Palme», Blumen und Cherubim überdekte»Wä»de, äg»ptische» Bildern u»d den dortigen mit Hie-roglyphen eben so reichlich überarbeiteten Tempeln nach-geahmt zu sei» scheine». Möglicher, ja wahrscheinlicherWeise ist aber auch der Gefchmak der Ägvptier und derPhönizier in einige» Stüke» übereinstimmend gewe-sen. Mever.
^Ausführliche Nachrichten und Untersuchungen über denTempel Salomonis findet man i» des Hofraths Al.Hirt Abhandlung : Der Tempel Salomonis.Verl. lS0S. 4? S. 4. Z Kupfer.)
>) I^. >6. x. >c>gg-s) De kello puvic. 79.
I» dieser Stelle wird uur gesagt, daß der Theil d<»