Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
258
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2ög Geschichte der Kunst.

§. 1. Die Phönizier bewohneten die schönstenKüsten von Asien und Afrika am mittelländischenMeere (ausser andern eroberten Ländern) und Kar-thago, ihre Pflanzstadt, welche, wie einige wollen,schon fünfzig Jahre vor der Eroberung von Trojagebauet gewesen, lag unter einem so immer glei-chen Himmel, daß, nach dem Berichte der neuerenReisenden, zu Tunis, wo ehemals jene berühmteStadt lag, der Thermometer allezeit auf dem neunund zwanzigsten oder dreissigsten Grade stehet.

Z. 2. Daher muß dic Bildung dieses Volks,welche, wie Herodotus saget, die gesundestenunter allen Menschen waren, sehr regelmäßig, undfolglich die Zeichnung ihrer Figuren dieser Bildunggemäß gewesen sein. Livius redet von einem äusser-ordentlich schönen jungen Numidier, welchen Scipio,in der Schlacht mit dem Asdrubal bei Bäkulain Spanien, gefangen nahm;^) und die berühmtepunische Schönheit, Sophonisbe, des Asdru-bals Tochter; welche zuerst mit dem Syphax,und nachher mit dem Masinissa vermählet war,ist in allen Geschichten bekant.

unregelmäßig lind verschiedenfarbig gestekt ist, nicht zuStatuen verarbeite» ließ. M- Lepidus brachte zuerstsolchen numidischen Marmor »ach Rom, und zierte da-mit das Atrium seines Hauses. (?Iin. I. 36. c. 6. secl,ö.) Der Kaiser Hadrianus ließ hundert Säulen auslvbischcm Marmor »ach Atlie»/ und zwanzig nach S»»>rnabringe»/ um die von ihm in jenen Städte» errichtetenGymnasien ausznscbnniken. (pi»ussn. I. r. c. »ä> Naruior.Vxlin. 2>.) Fea.

1) tZe ^>unico, prine.

2) Äiaiv, t. 1. x. 281.

Z) 1^. 4. sc.

>,) 1^. 27. c >9-