Z Buch, 4 Kap.
gestalt/ daß sich bemalete Wände von achtzig Fuß hochmit kolossalischen Figuren finden. Die Farben dieserGemälde sind / wie auf den Mumien / ungebrochen undungemischet/ eine jede vor sich aufgefezet/ aber auf ei-nem Grunde/ und vermöge eines KütteS/ welche die Dau-er der Farben verewiget haben / so daß dieselben sowohlals' die Vergoldung einige tausend Jahre hindurchvöllig frisch stehen/ und durch keine Gewalt vonden Wänden und Säulen abgelöset werden können.
§. 2^i. Ich schließe diese Abhandlung über dieKunst der Ägypter mit der Anmerkung/ daß nie-mals' Münzen dieses Volks enrdetet worden/ auswelchen die Kentniß ihrer Kunst Härte können er-weitert werden; den die bekanten ägyptischen Mün-zen fangen allererst nach Alexander dem Gro-ßen an; und man könte daher zweifeln/ ob die al-ten Ägypter geprägete Münzen gehabt hätten/ wensich nicht einige Anzeige bei den Scribenten fände/wie der sogenante Obolus ist/ welcher den Todtenin den Mnnd geleget wurde; und dieserwegen istan Mumien/ sonderlich den übermaleten/ wie diezu Bologna ist/ der Mund verdorben/ weil manui demselben nach Münzen gesuchet. Dieses geschahean dieser oben gedachten Mumie/ in Gegenwart desHerrn CardinalS Alexander Albani/ durch denMissionarinS selbst/ welcher dieselbe jenem zum Ge-schenke überbrachte; den sobald dieser Mönch sei»Geschenk unversehrt hatte sehen lassen/ und man dieMumie eine Zeitlang betrachtet hatte/ riß er plöz-lich/ und bevor die Umstehenden Zeit hatten/ eS zuverhindern/ den Muud derselben aus/ fand abernicht was er fnchete. Pococke redet von drei Mün-zen/ deren Alter er nicht anzeiget;') das Gepräge
i) .vczci'ijit, »s !,!>? last, t. i. Izooli, 2. z>. gz.