eos Geschichte der Kunst.
selben zu verstehen, l) Das Unterkleid ist an denzwo Statuen im Campidoglio in kleine Falten gele-get, und hänget vorwärts bis auf die Zehen undseitwärts auf die Base derselben herunter; an derdritte»/ nämlich der Statue in der Villa Albaniist es/ weil die alten Beine fehlen/ nicht zu sehen.Dieses Unterkleid/ welcheS/ aus den vielen kleinenFalten zu urtheilen/ in welche es geleget ist/ vonLeinewand gewesen zu sein scheinet/ bekleidete nichtallein die Brust bis an den Hals/ sondern auchden ganzen Körper bis auf die Füße/ und hattekurze Ärmel/ die nur bis an das Mittel des Ober-theilS des Armes reicheten.^) Auf den Brüsten derdritten Statue wirft dieses Gewand ganz sanfte
1) Die Vergleichung und der Unterschied, den Herodotzwischen den Männern und Tranen macht, indem ersagt, daß diese nur ein Kleid, jenc hingegen zweiKleider trugen, scheint die hier gegebene Erklärungdes Autors nicht zu begünstige»; auch würde esleicht sein, altägm'tische Monumente anzuführen, woweibliche Figuren vorkommen, die nur mit einem ein-iigen Kleide bekleidet stnd. Daß die Männer in Äg»P«ten zwei Kleider trugen, wird ausserdem Herodot »och»lehr begründet durch die Bibel, (l Mos. ZS K> t2 V.45 K. 22 V.) Fea.
2) In der ersten Ausgabe von 1764 (S- 54.) liesetman von liier an noch Folgendes:
„ An diesen Ärmeln, welche durch einen erhobenen„ Nand oder Vorsprnng angezeiget sind, ist dieses Un-„ terkleid an den zwo erster» Statue» »ur allein sieht«, bar; die Brüste scheine» Völlig bloß zu sei», so durch-„ sichtig und fein muß iiia» sich dieses Zeug vorstelle». "Uni keine gi'ößere Undentlichkrit in diese Stelle zu brin-gen, welche uur aus der Ansicht der betreffende» Sta-tuen berichtigt werden koiite, haben die Herausgebergeglaubt, die Lesart der wie» erAusgabe in, Texte u»>verändert beibehalten zu müßen, Me»er.