Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
172
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172 Geschichte der Kunst.

verdorben oder vernachläßiget haben. Die Fußeunterscheiden sich von Füßen griechischer Figurendadurch, daß jene platter und ausgebreiteter sind/und daß die Zehen, welche völlig platt liegen, einengeringen Abfall in ihrer Lange haben, und wie dieFinger ohne Andeutung der Gelenke sind. ES istauch die kleine Zehe nicht gekrümmet, noch einwärtsgebrütet, wie an griechischen Füßen; folglich wer-den auch die Füße des MemnonS, so wie Po-eocke dieselben zeichnen lassen, nicht beschaffenund gebildet sein. Die Nägel sind nur durch ekichte Ein-schnitte angedeutet, ohne Nundung und Wölbung.

§. 9. An denjenigen ägyptischen Staruen imCampidoglio, an welchen sich die Füße erhaltenhaben, sind dieselben, wie selbst am Apollo imBelvederc, und am Laokoon, von ungleicherLänge; der tragende und der rechte Fuß ist aneiner von jenen um drei Zolle eines römischenPalms länger, als der andere. Diese Ungleichheitaber ist nicht o>ne Grund: den man hat dem hin-terwärts stehenden Fuße so viel mehr geben wollen,als er in der Ansicht durch das Zurükweichen verlie-ren könte.

In FeaS übersez ung (t. i. t->v. 4.) damaK abgebil-det. Me»er.

2) An einer etwa drei römische Palm hohen Pastovhoravon grünem Basalte, im Muse» Pio- Clementino(abgebildet bei Fea, l. >, t »v. 7.) finden sich die Hände,Zelien und Nägel sehr gut gearbeitet und genau unter-schieden. Die Fuße find eben so, nur ein wenig lang,nach der äg»ptischen Weise. Fea.

3) Wiuckelmaü irrte ohne Zweisel, indem er glaubte,die Füße au der Figur des Laokoon seien von unglei-cher «änge. Es ist das rechte Bein des größer» K»a-bei., vom Knie bis zum Fuß, welchem der Vorwurs ge-macht wird, es se» etwas länger als das andere und