Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
168
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t6s Geschichte der Kunst.

nanten Thieren nicht finden/ und haben deutlicheAnzeigen ächt ägyptischer Werke; die Sphinxean dem Obelisko der Sonne/ welcher im CampoMarzo lieget/ find in eben dem Style/ und in denKöpfen ist eine große Kunst und viel Fleiß.

§. 6. Aus dieser Verschiedenheit des StylSzwischen den menschlichen Figuren und den Figu-ren der Thiere ist zu schließe»/ daß/ da jene Gott-heiten oder den Göttern gewidmete Personen vor-stelle»/ (unter welchen ich auch die Könige mitbe-greife/ demzufolge/ was ich oben angemerket habe/^)die Bildung derselben durch die Religion selbst all-gemein bestimt gewesen/ daß aber in Thieren dieKünstler mehrere Freiheit gehabt/ ihre Geschiklich-keit zu zeigen. Man stelle fich das Svstema der al-ten Kunst der Ägypter/ in Abficht der Figurenmenschlicher Gestalt/ wie das Systema der Regirungzu Kreta und zu Svarta vor/ wo von den altenVerordnungen ihrer Gesezgeber keinen Finger breitabzuweichen war; die Figuren der Thiere aber wärenunter diesem Geseze nicht begriffen gewesen.

ß. 7. Zum zweiten find in der Zeichnungdes Nakenden vornehmlich die äusseren Theileder Figuren zu betrachten/ das ist: der Kopf/ dieHände und die Füße.

An dem Kopfe find die Augen platt und schräggezoge»/ und liegen nicht tief/ wie an griechische»Statuen/ sonder» fast mit der Stirne gleich/ sodaß der Augenknochen/ auf welchem die Augenbrau-nen mit einer erhobene» Schärfe angedeutet find/

j) An den zwei Svliinren des Sonnenobcliskes ist der Kovfdes einen l^de» die Abbildn» g Numero 25 darstellt)schöner und sorgfältiger gearbeitet, als der des andern, sodaß stc von verschiedene» Kunstler» herzurühren scheinen.F ea.

2) lS.