1 Buch, 2 Kap. iis
§. 27. Von größeren erhoben gearbeiteten Bil-dern in GlaS finden sich insgemein nur zerbrocheneStüke, die uns die besondere Geschiklichkeit der al-ten Künstler in dieser Art/ und vielleicht durch ihreGröße den Gebrauch derselben anzeigen. Es wurdensolche Stüke entweder in Marmor gefasset/ oder auchzwischen gemaletem Laubwerke, und unter sogenantenArabesken als Zieraten an den Wänden der Pa-läste angebracht, i) Das Beträchtlichste von diesengrößeren erhobenen Arbeiten ist ein vom Buonar-roti beschriebener Camev/ in dem Museo der va-tikanischen Bibliotliek, ^) welcher aus einer länqlichvierekten Tafel bcstcüet, die mebr als einen Palmlang , und zwei Drittheile desselben breit ist. Esist auf demselben in flach erhobenen weissen Figu-ren, auf einem dunkelbraunen Grunde, Bakchusin dem Schooßc der Ariadne liegend nebst zweenSatyrs abgebildet.^)
ms tiefgeschnittenen Steins findet sich in den Denkma-le», Num, 166. )
Auch besaß Win ekel man selbst unter andern Glas-xasten eine» erhoben gearbeiteten Herkules mit derIole, der nach skiner Behauptung nicht minder schönsein soll a>s eben dieses von dem alte» Künstler Teu-rer geschnittene Bild. Me >ie r.
») PIin. I. Z6. c. ?5. «-»ct. 64. in I-'Ii 'M. c. 3.
Plinius spricht offenbar an jener Stelle nicht von er-lioben gearbeiteten Bilder» in Glas, sondern von Mu-saiien, Meyer.
2) kuoxarrol!, (ZsivrvZü. «opr.'i »Icuoi medagl. anüclu4Z7.
Z) Merkwürdig ist ein Basrelief, .das ebenfalls mehr alseinen Palm lang ist und aus drei Fächern besteht, inwelche» man die Bildnisse deS Apollo und zweier Mu-se» steht. liokili''! t-ili. 76.) Pas-seri (l. c. j>, 76.) schreibt auch von einem ihm a»ge>