1 Buch/ 2 Kap. ii?
längeren Stüke, durch welches es fortgeführet war/abgeschnitten worden, und daß man dieses Bild sooft vervielfältigen können/ als erwähnte Dike inder ganzen Länge des StükeS enthalten war.
§. 2-4. Das zweite zerbrochene Stük, ohngefährvon ebenderselben Größe, ist auf eben diese Weiseverfertiget. Es sind auf demselben Zieraten vongrünen, gelben und weissen Farben, auf einemblauen Grunde vorgestellet, die aus Schnörkeln/Perlenschnuren und Blümchen bestehen, und mitden Spizen pyramidalisch zusammenlaufen. Allesdieses ist sehr deutlich und unverworren, aber sounendlich klein, daß auch ein scharfes Auge Mühehat, den feinsten Endungen, in welchen sich dieSchnörkel verlieren, nachzufolgen, und demohnge-achtet sind alle diese Zieraten ununterbrochen durchdie ganze Dike des Stükes fortgesezet.
Z. 26. Die Verfertigung solcher Glasarbeitenzeiget sich augenscheinlich an einem Stäbe von einerSpanne lang in dem Museo des Herrn Hamil-ton, bevollmächtigten großbritanischen Ministers zuNeapel, dessen äussere Lage blau ist, das Innereaber eine Art Rose von verschiedenen Farben vorstel-let, die in eben der Lage und Wendung durch den gan-zen Stab hindurch gehen. Da sich nun das Glasin beliebige lange und unendlich dünne Fäden zie-hen lässet, welches auch eben so leicht mit vielenzusamnicngcsezctcn und geschmolzenen Glasröhren ge-schehen kau, welche die ihnen gegebene Lage imZiehen behalten, so wie ein vergoldetes Stük Sil-ber, in einen Drath gezogen, auch i» dessen ganzerLänge vergoldet bleibet: so wird daraus wahrschein-lich, daß man zu gedachten Glasarbeiten größereRöhren durch das Ziehen in unendlich kleine ge-bracht habe.
Z.20. Das Nüzlichste aber, was in alten Glas-