Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
83
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i Buch, 2 Kap. ss

kel stehe» und an dem Pfeiler, welcher ihren Fi-guren wie zur Stüzc dienet. Das Gegentheil wollteNecdham beweisen aus einem Kopfe von schwarzli«chem Steine/t) welcher sich in dem königlichen Museo

t) Needhani trat sogar mit einer Erklärung dieser Zei-chen hervor/ die ihm ei» Chinese zu Rom ausgehängethatte, welcher seiner Sprache nicht mehr kundig war,als andere junge Leute dieses Landes, die zu Neapel ineinem sür sie gestifteten Collegio erzogen werden, undkeiner von ihnen kennet die Schrift, die man auf chi-nesischen Gerathen, Zeugen u> s. w. stehet/ weil es, wieste sage», die Sprache der Gelehrten ist, Deii dadiese Kinder solche sind, welche ihre Eltern ausgesezethaben, und die von den Missionarien aufgesuchet, demTode entrisse»/ von ihnen erzogen/ und, sobald es dasAlter erlaubet, aus dem Lande sortgeschiket werden: soerlangen sie nur eine mäßige Keiitniß ihrer Sprache.W i n ck e l m a ».

Fe a berichtiget Winekelmans Anmerkung aus fol-gende Weife: Es ist wahr/ daß die jungen Chinese»/die i» ei»em zarten Alter nach Neapel komme»/ ge-wöhnlich nicht viel Von ihrer Sprache verstehen/ aberWinckelma n hätte wissen sollen / daß sie eben im Col-legio zu Neavc! meisterhaft darin unterrichtet werden.Fea sagt sodan ferner, er selbst habe vier chinesischeZöglinge aus dem erwähnten Collegio gesehen, welchezu Rom mit vieler Leichtigkeit ein Verzsich.iiß Lo» eini-gen hundert chinesifchcn Manuskripten verfertigten; beider ohnehin so großen Schwierigkeit der chinesischenSprache sei sich indessen nicht zu Verwundern, wen siedie Schrift auf den chinesischen Kausmanswaaren nichtzu deuten wissen, da sich auch unsere größten Gelehrtenbei den Zeichen unserer Kaufleute in gleichem Falle be-finde» würde». übrigens war der Chinese/ welchenNeedham befragte/ der Vorgänger Winekelmansi» der vatieanischen Bibliothek/ und wußte viele chine-sische Worte; allein bei vorliegenden! Falle war er einoffenbarer Betrüger. Wahrscheinlich unterrichtet vondem unter den Gelehrten sich mit so großer Hize erhobe-ne» Streit über das Alter und die ursprünglichkeit det