zu den Anmerkungen. 47
ich verstehe diejenige»/ die von der Fabel und vonder griechischen Held engeschichte handeln.Ich will auch nicht behaupten, daß keine kritischeSchriften über alte Scribenten/ und Abhandlungenüber Altertümer, Licht geben können, sondern diesemüßen, so viel möglich ist, nachgesehen werden.
§. 46. Mein größtes Vergnügen in Erläuterungder Werke alter Kunst ist gewesen, wen ich durchdieselbe einen alten Scribenten erläutern oder ver-bessern können. Entdekungen dieser Art haben sichmir mehrentheils ungesuchet, wie alle Entdekungen,gezeiget, und können also ungezwungener sein, alsviele andere Versuche der Gelehrten, die sich hierverdient gemachet haben. Ich kan nicht läugnen,daß sich ehemals die Eitelkeit bei mir gemeldet, aufdiesem Wege meine Kräfte zu prüfen; da es mirnun in dem Werke der erkläreten unbekantenDenkmale des Altertums, welches izo unterder Presse ist, gelungen, durch eben diese Denkmalemein Verlangen zu erfüllen: so bin ich um so mehrzufrieden, daß ich die wenige Zeit meines Lebensnicht verloren in alten abgegriffenen Handschriften,wozu ich alle erwünschete Gelegenheit gehabt hätte.Hch habe mir allezeit, diesen Kizel zu unterdrüken,den berühmten Orville vorgestellet, welcher einpaar Jahre in Rom angewendet, alle Morgen nachder vatikanischen Bibliothek zu gehen, »m den hei-delbergischen Codex der griechischen Antholo-gie theils mit dem gedrillten zu vergleichen,theils diesen ans jenem zu verbessern und zu ergän-zen. Den ich halte diese Zeit um so viel mehrschlecht angewendet, weil ich anfänglich eben dieseArbeit unternahm, aber bei Zeiten aufhörete/ daich sahe, daß dasjenige, was in dem Gedruktenfehlet, nicht werth ist, an das Licht zu treten.Wo auch irgend in solchen Bittschriften noch Salz