Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
32
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32 Vorrede z. Geschichte d. Kunst.

§. 25. Ich kündige zugleich dem Pxblico einWerk an/ welches in wälscher Sprache/ auf meineeigene Kosten gedrnket/ auf Regalfolio/ im künftigenFrühjahre zu Rom erscheinen wird. ES ist dasselbeeine E r l ä u t e r u n g n i e m a l S b e k a n t g e m a ch e t e rDenkmale des Altertums von aller Art/ son-derlich erhobener Arbeiten in Marmor/ unterwelchen sehr viele schwer zu erklären waren/ anderesind von erfahrenen Aliertumsverständigen theils fürunauflösliche Räthsel angegeben/ theils völlig irrigerkläret worden. Durch diese Denkmale wird dasReich der Kunst mehr/ als vorher geschehen/erwei-tert; eS erscheinen in denselben ganz unbekaiite Be-griffe und Bilder/ die sich zum Theil auch in denNachrichten der Alten verloren haben/ und ihreSchriften werden an vielen Orten/ wo sie bishernicht verstanden worden sind/ auch ohne Hülfe die-ser Werke nicht haben können verstanden werden,erkläret/ und in ihr Licht gesezet. ES bestehet das-selbe aus zweihundert und mehr Kupfern / welchevon dem größten Zeichner in Rom/ Herrn JohanCasanova/ Seiner königlichen Majestät inPolen pensionirtem Maler/ ausgeführet sind/ sodaß kein Werk der Altertümer Zeichnungen aufzuwei-sen hat/ welche mit so viel Richtigkeit/ Geschmakuno Kentniß des Altertums sich anpreisen können.Ich habe an der übrigen AuSzierung desselben nichtsermangeln lassen/ und es sind alle Anfangsbuchsta-ben in Kupfer gestochen.

Die Geschichte der Kunst weihe ich derKunst und der Zeit/ und besonders meinem Freun-de/ Herrn Anton Raphael MengS.

Rom / im Julius 1763.