Druckschrift 
3 (1825)
Entstehung
Seite
13
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Geschichte der Kunst. t»

gute Figur nur nicht als ein Senator gekleidetist/ hetsset sie griechisch: da wir doch gleichwohlsenatorische Statuen von namhaften griechi-schen Meistern haben. Ein Grupo in der VillaBorg h esc führet den Namen MarciuS Corio-lanus m itsein er Mutter: dieses wird vorauSgese-zet, und daraus schließet man/ daß dieses Werk zurZeitder Republik gemachet worden,!) und eben deß-wegen findet man es schlechter/ als es nicht ist.Und weil einer Statue von Marmor in eben derVilla der Name der Zigeunerin (Lgi--i->) gegebenworden / so findet man den wahren ägyptischen Stylin dem Köpft/2) welcher nichts weniger zeiget/ und

Eule/ erkent aber darin nichts anderes als ein S»m-bol der Weisheit des Marcus Aurelius. ImZuschauer (I. c>) wird jene lächerliche Meinung aufge-stellt/ de» Haarschops habe die Eulen gestalt unddeute aus das Vaterland des Künstlers. Fea.

1) k'icoroni, I« vestiA. e rar. 6t snt. e. 5. p. 20.

lNachHeyne cantiquar. Aufsitze < St. t62S.)ist es F a u st i n a und M ar c u s A n t o »i » u s. Z

2) Nalkei, 8t->t. ant. n. 7g.

Die sogenante Egizzia oder Zigeunerin ist nach der Be-schreibung des Herrn von Ramd 0 hr, tt Th. Z?Z. S! eineFigur mit einem antiken Gewände von schwarzen, Marmor.Man hat ihr ei» weisses Hemd mit goldenen Franken undeinen vergoldeten Kopspuz gegeben; Kopf, Hände und Füßesind von Bronze und neu. Einem Irrtume vorzubeugen/bemerken wir beiläufig, daß »och eine andere < ebenfallsin der Villa Borg hese und sogar in dem gleichen Ziiwmer ausgestellte Statue/ den Namen ?ir>A,rolln oderZigeunerin führt. Aber diese ist ein sehr schöner al-ter Sturz von weissem Marmor, welcher ursprünglich eineDiana mit langem ungegürtetem Gewände dargestellt.Der Kops und die beiden Ärnie sind von Bronze, modernund, wie behauptet wird, des Algardi Arbeit. Diese