Druckschrift 
1 (1825)
Entstehung
Seite
259
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des Schönen!c.

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h. Katharina, und zu Dresden das Altar-blatt aus dem Kloster S. Sisto zu Piaeenza;aber dieses ist nicht von dessen besten Manier/ undzum Unglük auf. Leinewand gemalet/ da dessenandere Werke in Öl auf Holz sind; daher hatte das-selbe bereits viel gelitten/ da es aus Italien ankam;und wen dasselbe von dessen Zeichnung könte einenBegrif gebe»/ so bleibet derselbe aus diesem Stükemangelhaft von dessen Colorit. Ein vermeinter Ra-phael/ welchen der König von Preußen vor einigenJahren in Rom für 30oo Scudi erstehen ließ/ istvon keinem Kunstverständigen allhier für dessen Arbeiterkant worden; daher auch kein schriftliches Zeugnißvon der Richtigkeit desselben zu erhalten war.

§. Z3. Aus diesem Verzeichnisse der besten Werkealter Bildhauer und der Gemälde des Raphaelsausser Rom und Italien ist der Schluß zu ziehen:daß das Schöne in der Kunst anderwärtS nur ein-zeln sei/ und daß die Empfindung desselben allein inRom völlig/ richtig und verfeinert werdenkönne. Diese Hauptstadt der Welt bleibet noch izoeine unerschöpfliche Quelle von Schönheiten derKunst/ und eS wird hier in einem Monate mehrentdeket/ als in den verschütteten Städten bei Nea-pel in einem Jahre. Nachdem ich zu der Abhand-lung über die Schönheit in der Geschichteder Kunst alleS/ was in Italien ans dem Alter-tume von Schönheit übrig ist/ untersuchet hatte/glaubete ich nimmermehr einen schöneren Kopf män-licher Jugend/ als den Apollo/ den borghe fi-schen GeninS/ und den mediceischen Bakchusin Rom/ zu finden/ und ich wurde ausser michgesezet/da mir eine fast noch höhere Schönheit in dem Ge-sichte eines jungen Fauns/ mit zwei kleinen Hör-nern auf der Stirne/ zu Gesichte kam/ welcher nach derZeit entdeket ist/ und sich in den Händen des Bild?